Niederlande könnten mit Open Source Milliarden sparen

15. März 2011, 12:59
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Bislang unter Verschluss gehaltener Bericht aufgetaucht - Regierung: "Unausgewogen"

Nicht immer ist es ganz einfach wirklich seriös die potentiellen Kostenersparnisse eines Umstiegs der öffentlichen Verwaltung auf Open-Source-Software zu quantifizieren. Immerhin fallen dabei zwar Lizenzkosten typischerweise vollständig weg, die mit einer solchen Migration unumgänglichen Schulungs- und Wartungskosten sind hingegen schon etwas schwerer zu umreißen.

Bericht

Insofern werden zur Abwägung der Vorteile einer Open-Source-Migration gerne Studien in Auftrag gegeben, nicht immer werden diese aber auch öffentlich. So wurde nun ein bislang unter Verschluss gehaltener Bericht publik, der verdeutlicht, dass die Niederlande bislang die Chance auf recht signifikante Kosteneinsparungen ausgelassen hat.

Einsparungen

Demnach würde eine Migration auf Open-Source-Software der öffentlichen Verwaltung jährliche Kosteneinsparungen in der Höhe von 500 Millionen bis 1 Milliarde Euro einbringen, wie das Open Source Observatory and Repository der EU berichtet. Die Studie war erst nach dem Beharren oppositioneller Politiker veröffentlicht worden.

"Unausgewogen"

Das niederländische Innenministerium spricht nun davon, dass die Untersuchung "unausgewogen" sei, und deswegen nie in Betracht gezogen wurde. Die Studie war im Zusammenhang mit der Aktualisierung von 11.000 Arbeitsplatzrechnern erstellt worden – die in Folge alle wieder mit proprietärer Software ausgerüstet wurde. (red, derStandard.at, 15.03.11)

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