Die gute Luft hinterm Auspuff

25. Februar 2011, 16:40
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Benzinfahrzeuge ohne Dreiwegkatalysator und Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter sind echte Umweltbomben

Zum ersten Mal wurden in der EU 1970 Abgasgrenzwerte festgelegt. In vielen Stufen wurden sie dann verschärft. Bei der Festlegung der Grenzwerte spielte immer wieder auch die technische Machbarkeit eine Rolle, weshalb für Diesel- und Benzin-Pkws bis heute unterschiedliche Grenzwerte gelten.

Generell lässt sich sagen, dass Benzinfahrzeuge ohne Dreiwegkatalysator und Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter echte Umweltbomben sind, wobei Benziner ohne Katalysator mittlerweile eine untergeordnete Rolle im Verkehrsgeschehen spielen, während Diesel ohne Partikelfilter derzeit noch dominant sind. Das deutet unter anderem auch darauf hin, dass die Gefährlichkeit der Rußpartikel lange Zeit stark unterschätzt wurde.

Im Vergleich zu früher geht bei einem neuen Auto von der motorischen Verbrennung nur mehr wenig Gesundheitsrisiko aus. Da spielt der aufgewirbelte Staub sehr oft eine größere Rolle.

Trotzdem stehen weitere Absenkungen der Abgaslimits auf dem Plan, weil gerade die Stickoxide und Partikel bei entsprechend hoher Verkehrsdichte noch immer ein Problem darstellen und auch weiter reduziert werden können. Technisch ist es keine Frage der Machbarkeit, sondern lediglich eine des Aufwandes und damit des Preises.

Auch die richtige Bewertung des Dieselrußes ist ein heißer Diskussionspunkt. Derzeit wird die Partikelmasse gemessen. Viel aussagekräftiger wäre aber die Partikelmenge, da die kleinsten Partikel die gefährlichsten, dabei aber extrem leicht sind. Die Geräte dafür gibt es bereits. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/25.02.2011)

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    Aufgewirbelter Staub ist mittlerweile gefährlicher als Abgase.

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