Fernost-Börsen schließen ohne klare Richtung

21. Februar 2011, 12:22
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Anziehender Erdölpreis stützt Ölwerte

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag ohne klare Richtung tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verbesserte sich um leichte 14,73 Zähler oder 0,14 Prozent auf 10.857,53 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel hingegen um 109,82 Zähler (minus 0,47 Prozent) auf 23.485,42 Einheiten.

Abschläge gab es auch an den Börsen in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.070,60 Zählern und einem Minus von 16,32 Punkten oder 0,53 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel um 35,2 Zähler oder 0,70 Prozent auf 4.990,9 Einheiten. Bessere Stimmung herrschte an der chinesischen Börse, wo der Shanghai Composite um 1,12 Prozent oder 32,45 Zähler auf 2.932,25 Punkte zulegen konnte.

Die anhaltend instabile politische Lage in Nordafrika und im Nahen Osten stand auch am heutigen Handelstag im Zentrum des Interesses. Vor allem die Anspannungen im wichtigen Ölförderland Libyen sorgten für Aufmerksamkeit und verleiteten die Rohölnotierungen zu neuerlichen Aufwärtsbewegungen. Zum anderen wurde die Marktstimmung durch die jüngste Anhebung der Reserveerfordernisse für chinesische Banken eingetrübt.

Vor diesem Hintergrund konnten Ölwerte Zugewinne verzeichnen. So stiegen PetroChina in Shanghai um 1,12 Prozent auf 11,71 Yuan und China Petroleum & Chemicals legten 1,42 Prozent auf 9,27 Yuan zu. Cnooc verteuerten sich in Hongkong um 1,74 Prozent auf 17,58 Hongkong Dollar.

Unter den japanischen Einzelwerten stachen Bridgestone mit einem Kursplus von 5,83 Prozent auf 1.760 Yen hervor. Der weltgrößte Reifenhersteller war zuvor durch die Analysten von Goldman Sachs von "neutral" auf "buy" hochgestuft worden. Davon profitierten auch die Aktien des zweitgrößten Reifenproduzenten Japans, Sumitomo Rubber, die sich um 2,43 Prozent auf 929 Yen verteuerten. Yokohama Rubber gewannen sogar 3,99 Prozent auf 443 Yen.

Stahlwerte unter Druck

Asiatische Minenwerte kamen hingegen unter Verkaufsdruck, nachdem eine weitere Straffung der chinesischen Nationalbank die Notierungen für Kupfer und anderen Metallen nach unten gleiten ließ. Jinagxi Copper fielen beispielsweise um 1,18 Prozent auf 25,15 Hongkong Dollar. BHP Billiton (minus 1,52 Prozent auf 45,85 australische Dollar) und Rio Tinto (minus 1,68 Prozent auf 86,14 australische Dollar) gaben ebenfalls nach.

Ähnlich gingen chinesische Banken- und Immobilienwerte tiefer aus dem Handel. China Construction Bank sanken 0,87 Prozent auf 6,83 Hongkong Dollar. Industrial & Commercial Bank of China büßten 0,69 Prozent auf 4,30 Yuan ein. Bei den Immobilienentwicklern waren Agile Property Holdings (minus 1,31 Prozent auf 10,52 Hongkong Dollar) und Hang Lung Properties (minus 1,36 Prozent auf 32,75 Hongkong Dollar) unter den prominentesten Verlierern.

Im Minus tendierten außerdem Stahlwerte. So gaben BlueScope Steel 2,95 Prozent auf 2,30 australische Dollar ab, nachdem der größte australische Stahlkocher einen höheren Gewinn für das erste Halbjahr 2011 angekündigt hatte. Ebenfalls im Minus tendierten Posco, die in Seoul 3,28 Prozent auf 472.500 Won nachgaben. In Tokio verbilligten sich JFE Holdings um 2,05 Prozent auf 2.672 Yen. (APA)

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