Minister: 20.000 Flüchtlinge nach Kämpfen

17. Februar 2011, 21:16
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UNO entsandte Ermittlungsteam

Juba - Nach Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen im Südsudan sind offenbar zehntausende Menschen aus ihren Häusern geflohen. Das sagte am Donnerstag ein Mitglied der Regierung der Region Jonglei, in der bei Gefechten in der vergangenen Woche mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen sein sollen. "20.000 Menschen sind vor den Kämpfen geflohen", sagte Bildungsminister Stephen Kuol, der einer Untersuchungskommission zu der Gewalt angehörte. Auch die UNO hat ein Ermittlungsteam in die Region entsandt.

Der Südsudan machte Rebellenchef George Athor für die Kämpfe verantwortlich. Athor gehörte der im Süden regierenden Sudanesische Volksbefreiungsbewegung (SPLM) an, begann aber einen Aufstand, nachdem er im April vergangenen Jahres die Wahl zum Gouverneur von Jonglei verloren hatte. Außerdem warf der Südsudan der nordsudanesischen Regierung vor, die Rebellen mit Waffen zu unterstützen. Bei einem Referendum im Januar hatten sich die Südsudanesen mit einer überwältigenden Mehrheit für die Unabhängigkeit vom Norden ausgesprochen. (APA)

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