Neue Hinweise auf Urheber des Stuxnet-Anschlags

17. Februar 2011, 14:46
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Israelischer General soll Verantwortung für Angriff auf iranische Anlagen auf sich nehmen

Wie aus einem Bericht des Institute for Science and International Security (ISIS) hervorgeht, dürfte das Stuxnet-Virus das iranische Atomprogramm nicht dauerhaft geschädigt, aber womöglich wesentlich verzögert haben - der WebStandard berichtete. Durch Stuxnet seien Ende 2009 oder Anfang 2010 etwa 1.000 der 9.000 Zentrifugen in der Urananreicherungsanlage Natanz unbrauchbar gemacht worden. 

Beweisvideo

Wie ISIS-Gründer und ehemaliger UN-Waffeninspektor David Albright erläutert, bestätigen Überwachungsvideos, die von internationalen Ermittlern in der Anlage in Natanz installiert wurden, die massenhaften Zentrifugenausfälle. Die Videos seien "die besten Beweise" für den gezielten Anschlag durch Stuxnet und zeigen hektische iranische Arbeiter, die Versuchen, beschädigte Bauteile zu ersetzen.

General übernimmt Verantwortung

Experten vermuten, dass die Geheimdienste der USA und Israels hinter dem Angriff stecken, die Regierungen beider Länder haben dazu allerdings noch keine Stellungnahme abgegeben. Allerdings könnte es nun über Umstände zu einem Schuldeingeständnis gekommen sein, berichtet das die israelisch Zeitung Haaretz. Ein Video, das zur Feier des letzten Arbeitstages Generals Gabi Ashkenazi zu dessen Ehren gespielt wurde, beinhaltet Referenzen auf die Erfolge des Generals. Prekärer Weise werden darin auch die Struxnet-Anschläge auf die iranischen Nuklearanlagen in Natanz aufgezählt. Eine Bestätigung oder ein Dementi von offizieller Seite steht allerdings noch aus. (zw)    

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    Stuxnet soll Irans Atomprogramm wenigstens verzögert haben

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