Asse im Ärmel

15. Februar 2011, 17:30
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Im Skisport ist Österreich eine Großmacht. Daran kann eine medaillenlose Herrenabfahrt nicht rütteln...

Im Skisport ist Österreich eine Großmacht. Daran kann eine medaillenlose Herrenabfahrt nicht rütteln, wenn man im mächtigen Ärmel ein Ass hat wie die Lizz. Das Großmächtige erkennt man auch daran, dass einige Österreicher gegen internationale Konkurrenz durchgesetzt hatten, dass am Sonntag auf sämtlichen Fernsehern im Pressezentrum der Ski-WM das legendäre Westderby lief.

Hunderte Menschen aus aller Welt hatten die Gelegenheit, sich am Schlager der tipp3-Bundesliga zu ergötzen, am 1:1 zwischen Innsbruck und dem amtierenden Champion Salzburg. Schade, dass das Gros der Hunderten damit beschäftigt war, unablässig in die Tasten zu hämmern, denn jetzt weiß das Gros nicht einmal, was es versäumt hat.

In der Eishalle unmittelbar neben den Hämmernden wurde auch ein Schlager gegeben, das Eishockeymatch SV Riessersee gegen EV Füssen.

Die Füssener trugen den Sieg davon, gewannen in der Verlängerung mit 3:2. Da spielte der Glanz vergangener Tage im 7000 Zuschauer fassenden Stadion, in das an diesem Abend 1370 Fans gekommen waren. Da spielte Riessersee, der zehnfache deutsche Meister, zuletzt 1981, gegen Füssen, den 16-fachen Champion, dem das bisher letzte Meisterstück 1973 gelungen war. Die beiden Vereine vergnügen sich gegenwärtig in der Oberliga Süd, der dritten Leistungsklasse.

Im Skisport ist Österreich eine Großmacht. Daran kann auch eine medaillenlose Herrensuperkombi nicht rütteln, wenn man im mächtigen Ärmel ein Ass hat wie die Anna. Die Buben stehen mächtig unter Druck. Doch schon vor Riesenslalom und Slalom winken rettende Hände, besser gesagt, rettende Wadeln. Den Teambewerb am Mittwoch bestreiten die Buben gemeinsam mit den Mädchen. (Benno Zelsacher; DER STANDARD Printausgabe 15. Februar 2011)

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