Mucha verkauft Pokermagazin

14. Februar 2011, 13:56
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An Chefredakteur und ehemaligen Casino-Marketer - Für Verleger "erster Schritt eines langsamen Rückzugs"

Magazinverleger Christian W. Mucha ("ExtraDienst", "FM", "Elite") hat den Vertrag soeben unterschrieben, erklärt der etat.at: Er verkauft das "Poker-Magazin" an dessen Chefredakteur Stefan Roboch und Johann Lorenz, zuvor Manager des Casinos Montesino im Wiener Gasometer.

Den Kaufpreis nennt Mucha nicht, er entspreche "etwa sieben Jahresgewinnen beziehungsweise einem Jahresumsatz". Er sei "komplett draußen". Für drei Jahre halte er noch das Copyright am Titel als "Sicherstellung für Regelungen, die noch drei Jahre laufen"; vermutlich, bis der Kaufpreis abbezahlt ist oder eine Erfolgsbeteiligung. Mucha sagt, er werde in Zukunft nicht mehr bei dem Magazin mitarbeiten, auch nicht als Konsulent.

"Nur erster Schritt meines langsamen Rückzugs"

Zerdrückt der lange leidenschaftlichen Pokerspieler da eine Träne? "Ich bin jung verheiratet, habe praktisch überhaupt nicht mehr gespielt, seit ich meine Frau kenne." Man ist nicht besonders glaubwürdig, wenn man als Verleger eines Pokermagazins nicht mehr selbst spielt

Mucha grundsätzlicher über den Verkauf: "Ich will einfach auf meine alten Tage doch ein bisschen ruhiger treten. Das Poker- Magazin ist nur erster Schritt meines langsamen Rückzugs". Er hatte sich bei diesem ersten Schritt zu entscheiden zwischen Pokermagazin und dem neuen Promi-Heft "Elite". Wo das aber "meine bisher erfolgreichste Gründung" gewesen sei, habe er sich für das Pokermagazin entschieden. Wobei er auch das "umsatzstärkstes Pokermagazin im deutschsprachigen Raum" nennt.

Die neuen Eigentümer dürften das Heft sechs- statt bisher viermal pro Jahr herausbringen. (fid)

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