Fernost-Börsen schließen uneinheitlich

11. Februar 2011, 12:27
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Entwicklungen in Ägypten drücken Stimmung - Chinas Immobilienunternehmen schwach

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben den Handel am Freitag ohne klare Linie beendet. Der Hang Seng Index in Hongkong verteuerte sich um 120,30 Zähler (plus 0,53 Prozent) auf 22.828,92 Einheiten, der Shanghai Composite legte um 0,33 Prozent oder 9,16 Zähler auf 2.827,33 Punkte zu.

In der Verlustzone beendeten hingegen die Märkte in Singapur und Sydney die Sitzung. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.077,27 Zählern und einem Minus von 26,12 Punkten oder 0,84 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney ermäßigte sich um 31,1 Zähler oder 0,62 Prozent auf 4.970,6 Einheiten. In Tokio blieben die Börsen am Freitag geschlossen. Am Donnerstag ging der Nikkei-225 Index in Tokio um 12,18 Punkte oder 0,11 Prozent schwächer bei 10.605,65 Zähler aus dem Handel. Der nächste Handelstag ist am Montag, den 14. Februar 2011.

Die jüngsten Entwicklungen in Ägypten sorgten auch an den Börsen in Fernost für eine eher negative Stimmung am Markt. Darüber hinaus würden aufgrund der mehrheitlich positiven US-Konjunkturdaten der letzten Zeit finanzielle Mittel aus der Region abgezogen, hieß es von Marktteilnehmern. Jedoch konnten Exportunternehmen von den jüngsten US-Arbeitsmarktdaten profitieren. In der vergangenen Woche waren die Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA um 36.000 gesunken. Li & Fung zogen 2,11 Prozent auf 46,00 Hongkong Dollar an. Das Unternehmen ist unter anderem als Zulieferer für Wal-Mart tätig.

An den chinesischen Börsen litten Immobilienunternehmen unter den jüngsten Zahlen zu den monatlichen Hausverkäufen. Im Jänner 2011 ist der Verkauf von neuen Eigenheimen in Shanghai um 25 Prozent gesunken, berichtete die Tageszeitung "Shanghai Daily". Im Zuge dessen fielen China Resources Land um 1,09 Prozent auf 12,74 Hongkong Dollar, Agile Property Holdings ermäßigten sich um 1,77 Prozent auf 11,10 Hongkong Dollar. An der Börse Singapur sanken die Titel von CapitaLand um 1,47 Prozent auf 3,34 Singapur Dollar. Das Unternehmen erwirtschaftet 26 Prozent seiner Umsätze in China.

In Sydney zeigten sich nach Vorlage von Zahlen einige Rohstoffwerte mit schwächeren Notierungen. Rio Tinto büßten 1,58 Prozent auf 87,28 australische Dollar ein. Das Unternehmen hatte bekanntgegeben, dass der Gewinn im zweiten Halbjahr auf 8,5 Mrd. australische Dollar verdreifacht werden konnte. Jedoch konnten mit diesem Ergebnis die Schätzungen der Experten, welche im Schnitt 8,6 Mrd. australische Dollar Gewinn erwartet hatten, nicht getroffen werden.

Ebenso verloren Newcrest Mining 1,43 Prozent auf 37,16 australische Dollar. Australiens größter Goldproduzent konnte im ersten Geschäftsquartal einen Gewinn von 438 Mio. australische Dollar erwirtschaften. Die durchschnittlichen Gewinnschätzungen der Analysten (457 Mio. Dollar) konnte das Unternehmen aber nicht erreichen. (APA)

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