Schein-Geschäfte sollen Krise verschleiern

10. Februar 2011, 12:32
13 Postings

Schotten legen Attrappen in die Auslage, um ge­schlossene Geschäfte schöner erscheinen zu lassen

London - So saftig sah der Schinken beim Metzger in der Einkaufsstraße der westschottischen Kleinstadt Dumbarton schon lange nicht mehr aus. Kein Wunder: Den Fleischhauer gibt es gar nicht. Die Auslagenfront ist eine Attrappe.

Der Stadtrat von Dumbarton baut für 20.000 Pfund (rund 24.000 Euro) ein Potemkinsches Dorf, um der Tristesse geschlossener Geschäfte und verkommener Fassaden in der Einkaufsstraße zu begegnen. Bisher gibt es einen falschen Fleischhauer und das Trugbild eines Imbisses. Bald sollen weitere Schein-Geschäfte dazukommen.

"Es ist kein Geheimnis, dass die Händler in den Geschäftsstraßen im gegenwärtigen wirtschaftlichen Klima zu kämpfen haben und es wird geschätzt, dass in ganz Großbritannien rund 13 Prozent aller Läden leer stehen", sagte Jim McAloon von der regionalen Wirtschaftsförderung der BBC. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.