"Gewusst, dass ich voll attackieren muss"

8. Februar 2011, 12:51
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Elisabeth Görgl (AUT/Weltmeisterin): "Ich habe es mir genau so vorgenommen und gewusst, dass ich voll attackieren muss, wenn ich vorne dabei sein will, denn sonst habe ich hier keinen Auftrag. Solche Verhältnisse wie hier kommen mir entgegen, weil ich da voll andrücken kann. Ich habe fast alles richtig gemacht, nur bei ein, zwei Toren war ein Drifter dabei. Es taugt mir, dass ich das umgesetzt habe, was ich mir vorgenommen habe. Das Warten war sehr aufregend. Ich war nicht nervös am Start und auch nicht beim Singen, aber das im Ziel war ziemlich spannend."

Julia Mancuso (USA/WM-Zweite): "Das war sicher der schwierigste Super-G, den ich je gefahren bin. Ich habe das Gefühl gehabt, dass ich oben mehr hätte angreifen müssen. Aber unten habe ich dann den Ski laufen lassen. Dass Lindsey (Vonn, Anm.) nur Siebente ist, war natürlich überraschend für mich, aber sie mag diesen Berg hier nicht, das hat sie mir vorher gesagt."

Maria Riesch (GER/WM-Dritte): "Ich bin jetzt sehr erleichtert, denn man muss sehen, ich hatte zwar eine gute Saison im Super-G, aber seit drei Jahren keinen mehr gewonnen. Es wäre also kein Weltuntergang gewesen, wenn es heute mit der Medaille nicht geklappt hätte. Aber so nimmt mir das schon viel Druck weg."

Anna Fenninger (AUT/Fünfte): "Das war auf alle Fälle der schwierigste Super-G, den ich je bestritten habe. Ich war total nervös am Start, weil ich nicht gewusst habe, ob ich da überhaupt runterkomme. Es war nur Kämpfen, Kämpfen, Kämpfen - von oben bis unten."

Andrea Fischbacher (AUT/Olympiasiegerin/out): "Ich weiß selbst nicht genau, was los war. Ich hatte ein Blackout, war zu gerade dran und habe mit dem Andrehen zu früh angefangen. Dann bin zu tief geworden und habe eingefädelt. Nach dem Sturz ist es immer schneller geworden, ich habe schon gedacht: 'Ich werde immer schneller.' Ich habe versucht, mich noch zu drehen, damit ich mit den Beinen voraus rutsche. Ich dürfte den Zaun ein bisschen blöd erwischt haben, denn meine Beine tun schon ein bisschen weh."

Lindsey Vonn (USA/Titelverteidigerin/WM-Siebente): "Es ist für mich nicht so leicht, aber ich muss dieses Ergebnis akzeptieren. Es war vielleicht die falsche Entscheidung, dieses Rennen zu fahren. Mein Kopf war immer hinter meinem Körper. Ein siebenter Platz ist schon gut, aber ich will natürlich meinen Titel erfolgreich verteidigen. Das wollte ich schaffen, aber leider geht das im Moment nicht. Ich muss mir jetzt überlegen, wie es weitergeht. Ich glaube, ich werde den Abfahrtstrainingslauf morgen auslassen. Ich muss mit den Ärzten und Physiotherapeuten reden, denn das war nicht ich heute auf der Piste. Aber ich gratuliere den drei Medaillengewinnerinnen, die haben das wirklich verdient. Das waren heute die Besten, das hat man gesehen. Die 'Lizzi' hat das heute wirklich super gemacht. Ich hatte leider nicht die Chance, heute mein Bestes zu geben. "

Nicole Hosp (AUT/WM-Zwölfte): "Teilweise war meine Fahrt sehr gut, teilweise war sie leider nicht so gut. Da habe ich dann doch einiges an Zeit verloren. Es war brutal schwierig zu fahren. Und dass es die 'Fischi' aufgestellt hat, hat die ganze Sache nicht leichter gemacht. Das Problem war nicht, dass es so eisig war, aber es war verdammt unruhig. Stellenweise hatte es solche Schläge in der Piste, da wusste man dann gar nicht genau, wo man gerade beim Schwung war. Es war eben extrem schwierig. 'Lizz' ist sensationell gefahren, das waren genau ihre Verhältnisse, man kann ihr nur gratulieren."

Hans Pum (ÖSV-Sportchef): "Ich habe zur Elisabeth im Ziel gesagt: 'Singen und gewinnen, das passt gut zusammen.' Wir sind sehr glücklich, dass wir so einen Start in die Ski-WM geschafft haben. Elisabeth ist super gefahren, auch Anna war sehr stark, hatte aber unten einen kleinen Fehler, und dann ist man hier gleich hinten. Ich hoffe, dass mit dem Bein von Andrea Fischbacher alles in Ordnung ist. Wir haben gewusst, dass unsere Damen den Mut für diese eisige Piste haben."
Herbert Mandl (ÖSV-Damen-Cheftrainer): "Bei einem Großereignis mit einer Medaille zu starten, noch dazu mit einer Goldenen, das ist natürlich sensationell. Das gibt uns für die nächsten Aufgaben Selbstvertrauen. Wir gehen jetzt sehr optimistisch in die nächsten Bewerbe." (APA)

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