In Solidarität mit Pinar Selek

4. Februar 2011, 12:53
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SympathisantInnen von Pinar Selek treten für Freiheit politisch Gefangener ein

1998 wurde Pınar Selek verhaftet, gefoltert und für zweieinhalb Jahre inhaftiert. Vorgeworfen wurde ihr ein versuchter Bombenanschlag im Istanbuler Gewürzbazar und Mitgliedschaft in der verbotenen PKK. Mehrere ExpertInnen erstellten unabhängig voneinander Gutachten, die bewiesen, dass die Explosion durch ausgetretenes Gas entstanden ist, und nicht durch eine Bombe, wie die Polizei es darstellt. Diese Gutachten führten dazu, das Pınar Selek im Jahr 2000 aus der Haft entlassen wurde und 2006 wegen Mangel an Beweisen freigesprochen wurde.

Nach ihrer Entlassung begann sie wieder sich in feministischen und antimilitaristischen Zusammenhängen zu organisieren. Die Anklage geistert seither weiterhin durch die unterschiedlichen Gerichte für "schwere Verbrechen" und wird bei Bedarf wieder aus dem Sack gezogen. So wird am 9. Februar 2011 erneut der Prozess gegen sie eröffnet. Das Oberste Kassationsgericht fordert lebenslange Freiheitsstrafe unter "verschärften Bedingungen".

Am Mittwoch treffen sich daher SympathisantInnen um eine demonstrative Kundgebung abzuhalten. In einer Aussendung geben diese bekannt, dass sie dabei für die "Freiheit aller politischen Gefangenen in der Trükei und International" eintreten wollen. (red)

Treffpunkt:

Mittwoch, 9.2.2011 um 16.30 am Schwarzenbergplatz (Hochstrahlbrunnen), Wien

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