Börse Frankfurt schließt fester

1. Februar 2011, 18:20
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Index auf höchstem Stand seit Mai 2008

Frankfurt - Die Frankfurter Aktienbörse hat am Dienstag mit deutlichen Gewinnen geschlossen. Der deutsche Aktienindex DAX schloss so hoch wie seit Mai 2008 nicht mehr. Anhaltende Unsicherheiten um die politische Lage im Nahen Osten schüttelte der Leitindex dank positiv aufgenommener Zahlen von Deutscher Bank und Infineon Technologies ab. Der DAX kletterte um 1,51 Prozent auf 7.184,27 Punkte. Für den MDAX ging es um 1,21 Prozent auf 10.262,72 Punkte nach oben, der TecDAX stieg um 1,16 Prozent auf 877,85 Punkte.

"Die Börsenampeln stehen wieder auf grün", sagte Händler Stefan de Schutter von Alpha Wertpapierhandel. "Aus Ägypten sind keine weiteren negativen Nachrichten gekommen, so dass sich die Anleger nun auf die guten Unternehmenszahlen und Konjunkturdaten konzentrieren." In den USA und in Europa hatte sich im Jänner die Stimmung der Einkaufsmanager im verarbeitenden Gewerbe unerwartet aufgehellt.

Nach überraschend vorgelegten Eckdaten zum vierten Quartal stiegen Aktien der Deutschen Bank um 1,64 Prozent auf 43,88 Euro. Wegen des Konzernumbaus und der Übernahme der Postbank sowie der Privatbank Sal. Oppenheim hatte sich der Gewinn von 1,3 Mrd. Euro im Vorjahresquartal auf rund 600 Mio. Euro mehr als halbiert.

Die Erträge aber waren vorläufigen Berechnungen zufolge von 5,5 Mrd. Euro im vierten Quartal 2009 auf rund 7,4 Mrd. gestiegen. Ein Händler sagte: "Die Deutsche Bank hat offenbar alle Belastungen im vierten Quartal verbucht, um 2011 richtig loszulegen."

Infineon hatte nach einem überraschend hohen Gewinn im ersten Geschäftsquartal die Prognose für das Gesamtjahr erhöht. Die Halbleitertitel kletterten daraufhin um 1,31 Prozent auf 7,822 Euro.

Eine Kaufempfehlung der UBS trieb Papiere der Metro um 3,29 Prozent auf 53,12 Euro nach oben. Trotz der Abhängigkeit von zyklischer Nachfrage und vom osteuropäischen Markt habe der Handelskonzern die Rezession gut überstanden, schrieb Analyst Matthew Taylor in einer Studie.

BASF-Anteile verteuerten sich um 3,24 Prozent auf genau 58,00 Euro. Der Chemiekonzern hatte eine erweiterte Anlage zur Produktion des biologisch abbaubaren Kunststoffs Ecoflex in Betrieb genommen. BASF erwartet ein signifikantes Marktwachstum für biologisch abbaubare Kunststoffe bis 2020.

Allianz-Papiere kletterten an der DAX-Spitze um 4,73 Prozent auf 106,25 Euro. Die Titel des Versicherers notieren derzeit so hoch wie seit September 2008 nicht mehr. (APA)

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