Streit um Grazer Messe

9. Mai 2003, 19:56
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Bürgermeister Nagl empört über die Kritiker - Die Messe bleibt natürlich wo sie ist, sie wird nicht an den Stadtrand verlagert

Graz - Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl ist verärgert: "Eine Unverfrorenheit. Die Messe bleibt natürlich wo sie ist, sie wird nicht an den Stadtrand verlagert, der geplante Ausbau wird umgesetzt." Nagl weist im STANDARD-Gespräch die Ankündigung des Parlamentariers und SPÖ-Rechnungshofsprechers Günther Kräuter, der eine Rechnungshofprüfung der Messe anstrebt, strikt zurück.

Es bestehe kein Grund, die Messe, an der die Stadt mehrheitlich beteiligt ist, zu prüfen, wehrt Nagl ab. Alle geplanten Investitionen im Ausmaß von 88 Millionen Euro seien durch Gemeinderatsbeschlüsse und Zusagen des Landes gedeckt. Erst am Freitag habe Landesrat Herbert Paierl eine 15 Millionen Euro-Hilfe bekräftigt.

Kräuter, der der Messeleitung und den Stadtverantwortlichen seit Jahren ein "Missmanagement" vorwirft, kritisierte dieser Tage, dass mit einer von ihm eingeleiteten Rechnungshofprüfung die geplante "gigantische Fehlinvestition" gestoppt werden könne. Kräuter plädiert für eine Absiedelung der Messe an den Stadtrand, wovon Graz "wesentlich mehr lukrieren würde". (mue,DER STANDARD Printausgabe 10/11.5.2003)

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