Europas Börsen schließen überwiegend leichter

7. Jänner 2011, 18:18
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Verhaltene Stimmung nach US-Arbeitsmarktbericht

Wien - Die europäischen Leitbörsen haben die Sitzung am Freitag überwiegend mit Verlusten beendet. Der Euro-Stoxx-50 ging mit einem Minus von 0,99 Prozent bei 2.808,25 Zählern aus dem Handel.

Die gemischt ausgefallenen Daten des US-Arbeitsmarktberichts sorgten für eine verhaltene Stimmung an den europäischen Aktienmärkten, hieß es aus Händlerkreisen. Die Zahl der Beschäftigten stieg zwar um 103.000, Analysten hatten allerdings ein Plus von 175.000 erwartet. Positiv wurde die Arbeitslosenquote gewertet, die überraschend deutlich auf 9,4 Prozent zurückging. Insgesamt sei der Bericht aber ernüchternd ausgefallen, sagte ein Marktteilnehmer.

Im Branchenvergleich zeigten sich Autowerte gut gesucht. In Paris konnten die Anteilsscheine von Renault (plus 0,92 Prozent auf 47,25 Euro) und Peugeot (plus 1,65 Prozent auf 31,51 Euro) zulegen. Von guten Absatzzahlen profitierten deutsche Autowerte. So verteuerten sich die Vorzugsaktien von Volkswagen um 2,40 Prozent auf 127,85 Euro. Händler nannten den Rekordabsatz in China und die weltweite Absatzsteigerung der Tochter Audi im vergangenen Jahr als Kurstreiber. Zudem hatten sich die Analysten der Credit Suisse positiv geäußert. Im Plus notierten auch die Papiere von Porsche, die 4,99 Prozent höher bei 69,88 Euro schlossen, nachdem Credit Suisse den Sportwagenhersteller auf ihre "Focus List" gesetzt und das Kursziel von 81,00 Euro auf 90,00 Euro angehoben hatte.

Stark nachgefragt waren über den gesamten Handelstag hindurch Philips-Aktien. Die Papiere kletterten nach einer positiven Studie von JPMorgan stetig nach oben und schlossen letztlich mit einem Plus vom 3,82 Prozent bei 23,94 Euro an der Spitze des Euro-Stoxx-50. Die Analysten der Investmentbank hatten die Aktien des Elektronik-Konzerns von "neutral" auf "overweight" angehoben.

Zugewinne gab es außerdem bei den Papieren der Deutschen Telekom, die 0,82 Prozent auf 9,86 Euro zulegten. Stützend wirkte sich hierbei die Nachricht aus, dass die Mobilfunktochter T-Mobile USA die Geschwindigkeit ihres US-Netzwerkes verdoppeln will und zahlreiche neue Geräte plant, hieß es am Markt. In Mailand konnten auch Telecom Italia um 0,77 Prozent auf 1,04 Euro nach oben klettern, nachdem Citigroup die Papiere von "hold" auf "buy" hochgestuft hatte.

Auf der Verliererseite fand man heute Bankenwerte. Angeführt von Société Generale die mit einem Verlust von 2,99 Prozent bei 40,88 Euro aus dem Handel gingen, verbilligten sich außerdem die Papiere von BNP Paribas (minus 2,25 Prozent auf 48,72 Euro), BBVA (minus 2,52 Prozent auf 7,16 Euro) und Intesa Saopaolo (minus 2,31 Prozent auf 2,01 Euro). (APA)

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