Estland begrüßt den Euro

2. Jänner 2011, 17:01
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Die Baltenrepublik ist die erste frühere Sowjetrepublik, die die europäische Gemeinschaftswährung annimmt. Lettland und Litauen wollen folgen

Tallinn - In Estland ist seit dem Jahreswechsel der Euro das offizielle Zahlungsmittel. Mit der Silvesterfeier verabschiedete sich die Baltenrepublik von der Landeswährung Krone und begrüßten mit dem Jahr 2011 den Euro als neues Zahlungsmittel. Die Baltenrepublik mit ihren 1,3 Millionen Einwohnern ist damit das 17. Land der Eurozone und die erste frühere Sowjetrepublik, die die europäische Gemeinschaftswährung annimmt. Das Finanzministerium in Tallinn hat einen reibungslosen Übergang zu der neuen Währung zugesichert.

EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso begrüßte den Beitritt der Esten zum gemeinsamen Währungsgebiet. "Das ist ein starkes Zeichen für die Attraktivität und Stabilität, die der Euro den Mitgliedern der Europäischen Union bringt", erklärte er. "Der Euro ist dazu da, das Alltagsleben zu verbessern. Estlands Beitritt bedeutet, dass nun über 330 Millionen Europäer Euro-Scheine und -Münzen in ihren Taschen haben."

Estland, das seit 2004 Mitglied der Europäischen Union ist, wird das dritte osteuropäische Land nach Slowenien und der Slowakei, das den Euro annimmt. Dieser Beitritt gilt angesichts der anhaltenden Krisen in Griechenland und Irland als Vertrauensbeweis für die Gemeinschaftswährung. Die Baltenrepubliken Lettland und Litauen streben ebenfalls einen Euro-Beitritt an, aber erst in einigen Jahren. (APA/dapd)

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    Estlands Premierminister Andrus Ansip hat es ausprobiert: Aus den Bankomaten kommen Euro-Scheine.

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    Im Shopping-Center muss man sich erst so richtig mit den neuen Scheinen vertraut machen.

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