Begrüßungsreigen für das neue Jahr

1. Jänner 2011, 09:23
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Auf der ganzen Welt feierten die Menschen - 750.000 auf dem Wiener Silvesterpfad - Millionen begrüßten in Brasilien das Jahr 2011

Wien/Berlin/Rio - Knaller, Raketen und viel Sekt: Das Jahr 2011 ist da. Milliarden Menschen auf dem ganzen Globus haben das neue Jahr mit Partys und grandiosen Feuerwerken begrüßt. In Wien tummelten sich 750.000 Menschen auf dem Wiener Silvesterpfad. Highlight des Abends war ein spektakuläres Feuerwerk, das um Mitternacht am Heldenplatz gezündet wurde. Laut Polizei und Samariterbund kam es zu keinen außergewöhnlichen Zwischenfällen. Heuer herrschte erstmals ein Raketen- und Kracherverbot auf dem gesamte Veranstaltungsareal.

Insgesamt 40 Bands und Künstler unterhielten das Wiener Publikum bis zur Stunde Null. Der Bogen an musikalischer Unterhaltung spannte von Schlager über Pop und Latin-Rhythmen bis hin zu Disco-Beats.

In Berlin kam rund eine Million Menschen zusammen, um sich auf Deutschlands größter Silvesterparty in die Arme zu fallen. Auch andernorts in Deutschland stiegen unzählige Raketen in den Himmel. Das Wetter meinte es gut mit den Feiernden: Nach den Bibber-Temperaturen der letzten Tage war es richtig mild. Vergnügt und friedlich blieb es auf der Berliner Party, die Polizei meldete zunächst keine Probleme. Um Mitternacht viele Aaaahs und Oooohs: Das Feuerwerk unter dem Motto "Architektur am Himmel" des Künstlers Gert Hof erhellte fast 15 Minuten lang den historischen Schauplatz in Berlin-Mitte. Weniger zu lachen hatten die Gäste auf einem Schiff in Koblenz: Dort erkrankten am Silvestertag Dutzende Menschen an Brechdurchfall.

In der australischen Hafenstadt Sydney war zuvor der Jahreswechsel mit einem Riesenfeuerwerk zelebriert worden - angeblich dem teuersten und größten der Welt. Massenweise Fans hatten die Nacht über am Ufer campiert, um sich die beste Sicht auf das 5 Millionen Dollar (3,77 Millionen Euro) teure Lichtspektakel um die Sydney Harbour Bridge zu sichern. Es wurde damit gerechnet, dass weltweit rund eine Milliarde Menschen in 160 Ländern die Übertragung des Feuerwerks am Fernseher beobachten.

Auch in Hongkong oder Tokio kamen die Menschen weit vor unserer Zeit zusammen, um das neue Jahr zu bejubeln. In Moskau fielen sich die Leute zwei Stunden vor der mitteleuropäischen Zeit am Roten Platz in die Arme. Im krisengeplagten Griechenland blieben Riesenfeuerwerke in diesem Jahr aus: Wegen der Finanznot wurde auch an den Feierlichkeiten gespart. In Madrid versammelten sich die Massen traditionell an der Puerta del Sol, um mit jedem Gongschlag um Mitternacht eine Traube zu verdrücken.

In Frankreich wurden auf den Pariser Champs Elysees und am Eiffelturm Zehntausende Menschen erwartet. Die französische Regierung kündigte für die Silvesternacht den Einsatz von knapp 54.000 Sicherheitskräften an, um während der Neujahrsfeiern für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Vor allem in der Region Paris und in Straßburg war es in den Vorjahren immer wieder zu Krawallen gekommen.

In London hielt auch der Nebel die Besucher nicht davon ab, für das Feuerwerk an der Themse Schlange zu stehen. Mehr als eine Viertel Million Zuschauer wurden zu dem Spektakel rund um das Riesenrad London Eye erwartet - dort ging es erst eine Stunde nach der deutschen Zeit los.

In Brasilien haben an Rios legendärem Copacabana-Strand fast zwei Millionen Menschen bei sommerlichen Temperaturen mit heißen Samba-Rhythmen und Feuerwerk das neue Jahr 2011 begrüßt. Von elf in der Atlantikbucht vor Rio schwimmenden Pontons aus wurden tausende Raketen mit Musikbegleitung in den Himmel geschossen. Kurz zuvor gab es für die Partygemeinde eine Premiere: Erstmals wurde das Logo für die Olympischen Spiele 2016 in Rio präsentiert. Auch in Sao Paulo versammelten sich in der Nacht zum Samstag schätzungsweise zwei Millionen Menschen auf der zentralen Straße Avenida Paulista.

In New York beginnt das neue Jahr sogar erst um 06.00 Uhr MEZ, in Los Angeles um 09.00 Uhr MEZ am 1. Jänner. Der New Yorker Times Square bereitete sich besonders auf die wichtigste Silvesterparty der USA vor. Weil das berühmteste Stück des Broadways schon mehrfach Ziel von islamistischen Anschlägen war, waren tausende Polizisten in Alarmbereitschaft. Die Party gilt als wichtigste Feier zum Jahreswechsel in den USA. Im ganzen Land übertragen die Fernsehsender, wenn sich um Mitternacht New Yorker Zeit eine Leuchtkugel auf das Dach eines Gebäudes senkt - selbst wenn es dann in Kalifornien erst 21.00 Uhr ist.

Gefeiert wurde auch auf der Raumstation ISS: In der Silvesternacht überquert die Internationale Raumstation gleich 16 Mal die Datumsgrenze - angestoßen wird an Bord aber nur viermal. Die sechs aus Russland, den USA und Italien stammenden Raumfahrer stoßen zunächst jeweils um Mitternacht ihrer Landeszeit an. Ein viertes Mal werden die Sektkelche dann in rund 350 Kilometer Höhe "offiziell" um Mitternacht Greenwich-Zeit erhoben.

Nicht gefeiert wird in China, da dort das neue Jahr nach dem chinesischen Mondkalender dieses Mal erst am 3. Februar begrüßt wird. (APA/dpa)

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