Rekordjahr auch "Im Kinsky"

22. Dezember 2010, 13:43
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Schiele-Werke als Toplose

Wien - Nachdem dem Dorotheum blickt auch das Wiener Auktionshaus "Im Kinsky" in einer Aussendung auf ein Rekordjahr zurück. 28 Millionen Euro Umsatz bedeuten eine Steigerung von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, womit 2010 das "mit Abstand erfolgreichstes Geschäftsjahr" war. Mit dem Verkauf von Egon Schieles "Prozession" um 4,437 Mio. Euro wurde dabei nicht nur der Höchstpreis für das Haus erzielt, sondern auch der Rekordpreis für ein Kunstwerk eines österreichischen Künstlers in einer heimischen Auktion.

Auch das zweitteuerste Werk stammt von Schiele: Sein "Akt mit Strümpfen" wechselte für 417.500 Euro den Besitzer, insgesamt konnten "Im Kinsky" mit 55 Verkäufen über 100.000 Euro so viele wie nie zuvor verzeichnet werden. Weitere Rekorde: 293.750 Euro für Matthias Steinls "Elfenbeinpferd" bedeuten Rekordpreis für den Künstler und für ein in Österreich versteigertes Elfenbeinobjekt und auch 256.500 Euro für "Cyclon Veena" von Friedensreich Hundertwasser stehen als Höchstpreis des Künstlers in einer heimischen Auktion zu Buche.

Die umsatzstärkste Sparte 2010 war "Im Kinsky" die Klassische Moderne mit rund 13. Mio Euro Umsatz (ein Plus von 113 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), ebenso eine markante Steigerung verzeichnen konnte die Zeitgenössische Kunst (ein Plus von 31 Prozent auf 7,5 Mio. Euro), während Werke der Alten Meister weniger erfolgreich waren: Hier verzeichnete man 1,1 Mio. Euro Umsatz und somit ein Minus von 31 Prozent. Ähnliches lässt sich für Antiquitäten konstatieren, 1,8 Mio. Euro Umsatz bedeuten Minus 33 Prozent im Vergleich zu 2009.

Als ebenfalls erfolgreiches Auktionsjahr gestaltete sich 2010 für die Wiener Galerie Hassfurther: Der Jahresumsatz konnte im Vergleich zu 2009 von 3,8 Mio. auf knapp über 6 Mio. Euro gesteigert werden. Als Toplos verzeichnete man hier das Werk "Totentanz" von Albin Egger-Lienz, das einen Preis von 650.000 Euro erzielte. Ebenfalls unter den Top drei bei Hassfurther: "Zuflucht am Bildstock" von Ferdinand Georg Waldmüller (463.600 Euro) sowie "Eisengiesserei" von Rudolf von Alt (286.700 Euro). (APA)

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