Austria Salzburg zeigt Rassismus Rote Karte

7. Mai 2003, 12:07
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Salzburg - Das Fußball-Bundesliga-Spiel Salzburg - Austria Wien steht am Samstag unter dem Motto "Austria Salzburg zeigt dem Rassismus die Rote Karte". Die Mozartstädter wollen damit ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und für Integration setzen.

Die FairPlay-Stadionaktion stellt den Startschuss für weitere Aktivitäten nach der gemeinsam mit der UEFA organisierten Konferenz "Unite Against Racism" vom vergangenen März dar und ist zudem die erste FairPlay-Initiative in einem der vier österreichischen EM-Stadien nach dem Zuschlag der Europameisterschaft 2008.

Die Spieler werden mit "Fußball gegen Rassismus"-T-Shirts aufwärmen und gemeinsam mit Nachwuchskickern einlaufen. Vor dem Anpfiff wird die Salzburger Mannschaft dem Publikum Rote Karten gegen Rassismus präsentieren und Bälle, die nicht von Kinderhänden hergestellt wurden, in die Ränge schießen.

Auch Salzburger Fanklubs unterstützen den Event, der weiters von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit im Außenministerium (ÖEZA) gefördert wird. Die ÖEZA fördert zudem ein Fußballprojekt im Schwerpunktland Mosambik, für das FairPlay in einem ersten Schritt dringend notwendige Ausrüstung sammelt. Salzburg ist nach Rapid und Austria Wien, FC Tirol, SV Ried, Austria Lustenau und dem Wiener Sportklub der siebente Klub, der sich aktiv gegen Rassismus und für Integration im eigenen Stadion einsetzt.(APA)

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Austria Salzburg

Stimmen

Heimo Pfeifenberger: "Mit Salzburg hatten wir auswärts immer wieder Probleme, unsere Honduraner wurden gnadenlos ausgepfiffen und diskriminiert. Es geht an die Substanz der Spieler und unter die Haut, wenn man so beschimpft wird."

Didi Constantini: "Erst kürzlich beim Cupspiel in Altach gab es wieder diese unnötigen Urwaldlaute, nachdem unser honduranischer Spieler Julio Suazo ein Foul gemacht hat. Solche Aktionen sind komplett idiotisch."

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