Auf Lama-Pfaden zur Warte auf der Kaisereiche

    3. Dezember 2010, 16:58
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    Eine Tour, bei der man leicht einmal den Andenbewohnern begegnet. Allerdings sollte man sich ohne paarhufige Unterstützung an den Aufstieg wagen

    Wundern Sie sich nicht, wenn Ihnen auf einer Wanderroute im Leithagebirge Lamas entgegenkommen. Das ursprünglich in den südamerikanischen Anden beheimatete Lasttier, das dort schon seit fast 4000 Jahren gezüchtet wird, ist in Österreich keine Seltenheit mehr und hat nun auch das Burgenland "erobert". Trotzdem zahlt es sich aus, auf die vierbeinigen Exoten zu verzichten und zu Fuß der Kaisereiche auf dem Leithagebirge einen Besuch abzustatten.

    Die dortige Franz-Josephs-Warte bietet einen grandiosen Rundblick, der bis zu den Kleinen Karpaten, über den Neusiedler See hinweg in die ungarische Tiefebene, ins Wiener Becken und zu den Hochalpen reicht.

    Der rund 35 Kilometer lange und bis zu sieben Kilometer breite Höhenzug zwischen der Brucker und der Wiener Neustädter Pforte hat vor allem in der kalten Jahreszeit seine Meriten, obgleich kein Stützpunkt zur Verfügung steht. Viel Schnee gibt es dort kaum, die durchlässige Kalkschicht über einem Urgesteinskern lässt auch nach langen Regenperioden den Boden rasch trocknen. Bei den geringen Höhenunterschieden braucht man naturgemäß keine anstrengende Tour zu erwarten. Es empfiehlt sich aber, auf den markierten Wegen zu bleiben, denn ein unübersichtliches Netz von Forststraßen erleichtert nicht gerade die Orientierung. Abstecher ins "wilde Terrain" erwiesen sich wegen des teilweise sehr dichten Unterholzes als riskant.

    Die Route: Vom Dorfzentrum in Donnerskirchen wandert man die Hauptstraße entlang nach Norden. Bald nach der Florianikapelle wendet man sich nach links und steigt gemütlich auf der roten Markierung an. Nach einem kurzen, leichten Abstieg wendet sich die Route scharf nach rechts, und man erreicht die freie Fläche der Kaisereiche mit der Aussichtswarte. Gehzeit 1½ Stunden.

    Es folgt ein etwas steilerer Abstieg nach Nordosten, dann folgt man der roten Weitwandermarkierung bis zum Hotter. Gehzeit ab Kaisereiche eine halbe Stunde.

    Nun wechselt man - es fehlt ein Wegweiser - nach rechts auf die nach Süden führende rote Markierung. Durch den Teufelsgraben gelangt man nach Donnerskirchen und zum Ausgangspunkt. Ab Hotter 1¼ Stunden. (Bernd Orfer/DER STANDARD/Printausgabe/04.12.2010)

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    • Gesamtgehzeit 3¼ Stunden, Höhendifferenz rund 300 Meter. Kein Stützpunkt
 auf der Runde, Gaststätten in Donnerskirchen. ÖK25V Blatt 5202-Ost 
(Eisenstadt), Maßstab 1:25.000; Freytag & Berndt Wienerwald-Atlas, 
Maßstab 1:50.000
      grafik: der standard

      Gesamtgehzeit 3¼ Stunden, Höhendifferenz rund 300 Meter. Kein Stützpunkt auf der Runde, Gaststätten in Donnerskirchen. ÖK25V Blatt 5202-Ost (Eisenstadt), Maßstab 1:25.000; Freytag & Berndt Wienerwald-Atlas, Maßstab 1:50.000

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