Börse Frankfurt schließt im Minus

30. November 2010, 18:57
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Finanztitel unter den größten Verlierern

Frankfurt - Die Frankfurter Aktienbörse ist am Dienstag mit tieferer Grundtendenz aus dem Handel gegangen. Der DAX, verlor 9,48 Punkte (minus 0,14 Prozent) auf 6.688,49 Einheiten. Der TecDAX sank um 8,44 Punkte oder 1,09 Prozent auf 768,51 Punkte. Der M-DAX legte dafür um 29,51 Punkte oder 0,32 Prozent auf 9.289,96 Zähler zu. Der HDAX schloss mit 3.378,45 Einheiten und einem Minus von 4,09 Zählern oder 0,12 Prozent. Der C-DAX verlor 0,55 Punkte oder 0,09 Prozent auf 586,34 Zähler.

Die anhaltenden Sorgen vor einer Ausdehnung der europäischen Schuldenkrise lasteten erneut auf dem Dax. Händler Christoph Schmidt vom Vermögensverwalter N.M.F. AG verwies etwa auf die nach wie vor spürbare Nervosität am Markt und die Sorge, dass nach Griechenland und Irland ein weiteres europäisches Land tief in den Strudel der Schuldenkrise geraten könnte. Positive Konjunkturdaten aus den USA hätten größere Verluste verhindert, sagten Börsianer. So hat sich in den Vereinigten Staaten das Verbrauchervertrauen im November überraschend deutlich aufgehellt.

Vor diesem Hintergrund zählten Finanzwerte einmal mehr zu den Verlierern. Aktien der Deutschen Bank etwa sanken um 1,41 Prozent auf 36,595 Euro und Papiere des Rückversicherers Munich Re büßten 2,33 Prozent auf genau 107,00 Euro ein. Commerzbank rutschten um 1,84 Prozent auf 5,61 Euro ab. Am Dax-Ende knüpften die Papiere der Deutschen Post Händlern zufolge an ihren jüngsten Abwärtstrend an und sackten um 2,49 Prozent ab.

Trotz unerwartet guter Jahreszahlen verloren die Papiere von ThyssenKrupp 0,47 Prozent auf 29,42 Euro. Der Stahl- und Industriegüterkonzern hat die Wirtschaftskrise schneller als erwartet hinter sich gelassen und blickt "vorsichtig optimistisch" auf das neue Geschäftsjahr. Während das Zahlenwerk positive Reaktionen hervorrief, äußerten sich Experten unterschiedlich zum Ausblick. Hochtief Aktien kletterten dagegen im MDax um 2,00 Prozent auf 57,05 Euro, nachdem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) am Montagabend grünes Licht für das Gebot des spanischen Baukonzerns ACS gegeben hatte.

Der EuroStoxx 50 verbuchte ein Minus von 0,71 Prozent auf 2.650,99 Punkte. Auch die Leitindizes Cac 40 in Paris und FTSE 100 in London gaben nach. Der US-Leitindex Dow Jones lag zum europäischen Handelsschluss in der Verlustzone. (APA)

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