Athen muss Hilfen erst 2021 zurückzahlen

29. November 2010, 19:10
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Zinssatz steigt

Athen - Die Laufzeit der Milliardenkredite an Europas größten Schuldensünder Griechenland soll auf siebeneinhalb Jahre verlängert werden. Auf Wunsch der europäischen Finanzminister werde die EU-Kommission dazu bald einen Vorschlag machen, sagte EU-Währungskommissar Olli Rehn am Montag in Brüssel.

Griechenland bekommt in mehreren Tranchen Kredite der EU-Staaten und des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von insgesamt 110 Milliarden Euro. Diese Finanzspritzen sollten nach bisherigen Planungen 2014 und 2015 zurückgeführt werden, berichteten Diplomaten. Eine Ausweitung würde bedeuten, dass dieser Zeitraum bis etwa Mitte 2017 verlängert werden könnte. Rehn äußerte sich nicht im Detail zu diesen Szenarien. Im Gegenzug für das Hilfspaket muss Athen sein ausgeufertes Defizit bis 2014 unter die Marke von drei Prozent der Wirtschaftsleistung bringen.

Griechenlands Finanzminister George Papakonstantinou sagte hingegen, die Frist laufe nun bis 2021 statt bis 2015. Im Gegenzug müsse Griechenland höhere Zinsen von 5,8 Prozent zahlen. Zuvor war der Satz bei 5,5 Prozent gelegen.

Das Land wird von einer schweren Rezession gebeutelt. Nach Angaben der Kommission dürfte die Wirtschaft im laufenden Jahr um 4,2 Prozent schrumpfen, im kommenden Jahr um 3 Prozent. Die gesamtstaatliche Verschuldung könnte bis 2012 auf rund 156 Prozent der Wirtschaftsleistung ansteigen - ein Rekordwert in der EU. Erlaubt sind höchstens 60 Prozent. (APA/Reuters)

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