Air Berlin prüft Verfassungsklage

28. November 2010, 19:00
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Deutschland zweitgrößte Airline befürchtet Zusatzbelastungen von 170 Millionen Euro

Berlin - Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin erwägt eine Verfassungsklage gegen die deutsche Flugsteuer. "Es gibt mittlerweile mehrere juristische Gutachten, die belegen, dass das Gesetz nicht verfassungskonform ist", sagte Air-Berlin-Chef Joachim Hunold dem "Tagesspiegel" (Montag). "Wir prüfen eine Verfassungsklage."

Fluglinien müssen künftig abhängig von der Entfernung eine Luftverkehrsabgabe von 8, 25 oder 45 Euro je Passagier zahlen. Für sein Unternehmen bezifferte Hunold die zusätzlichen Belastungen auf 160 bis 170 Mio. Euro allein im kommenden Jahr. Dieser Betrag solle möglichst an die Kunden weitergegeben werden. "Wo der Markt Preiserhöhungen nicht hergibt, müssen wir das anders kompensieren", sagte Hunold. Die österreichische Niki ("Flyniki") gehört knapp zur Hälfte der Air Berlin. (APA)

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