Gandhi verteidigt Premier Singh gegen Korruptionsvorwürfe

24. November 2010, 15:34
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Vor Angriffen der Opposition wegen Korruptionsskandal um Vergabe von Handy-Lizenzen vor zwei Jahren

 

Neu-Delhi - In einem Skandal um die Vergabe von Handy-Lizenzen in Indien hat die Vorsitzende der regierenden Kongresspartei Ministerpräsident Manmohan Singh in Schutz genommen. Die Opposition wolle den Korruptionsskandal von vor zwei Jahren dazu nutzen, Singhs gutem Ruf zu schaden, erklärte Sonia Gandhi am Mittwoch. Vorwürfe, dass der Regierungschef persönlich von dem Fall profitiert hat, gibt es nicht. Die Opposition behindert die Arbeit des Parlaments aber dennoch mit Forderungen nach unabhängigen Untersuchungen.

Singh wurde vergangene Woche in den Skandal hineingezogen, weil ihm der Oberste Gerichtshof vorwarf, nur langsam zu den Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Handy-Lizenzen im Jahr 2008 ermittelt zu haben. Die Regierung nahm damals 124 Milliarden Rupien (gut zwei Milliarden Euro) ein, nur ein Bruchteil der 677 Milliarden Rupien (elf Milliarden Euro), die bei einer jüngsten Aktion im Mai erzielt wurden. Der staatliche Rechnungshof erklärte vergangene Woche, der Verkauf damals sei willkürlich und unfair vonstattengegangen und habe die Regierung umgerechnet fast 27 Milliarden Euro gekostet. Der zuständige Minister Andimuthu Raja trat im Oktober zurück, hat aber jegliches Fehlverhalten zurückgewiesen.

Sonia Gandhi sagte, die Integrität von Ministerpräsident Singh infrage zu stellen, sei beschämend. Die Opposition habe sich schon im Wahlkampf im vergangenen Jahr auf den Regierungschef eingeschossen und damals verloren. "Das sollte der Opposition eine Lehre sein", erklärte die Vorsitzende der Kongresspartei. (APA/dapd)

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    Sonia Gandhi verteidigt Manmohan Singh.

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