Wilde Mandatare könnten FPÖ beitreten

23. November 2010, 11:57
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Salzburger Abgeordneter Tadler will FPÖ-Klub beitreten - Gespräche, aber keine Entscheidung in diesem Jahr

Wien  - Der Freiheitliche Klub im Parlament könnte nach dem voraussichtlichen Übertritt der FPK-Abgeordneten um einen weiteren Mandatar anwachsen. Sowohl FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache als auch FPK-Chef Uwe Scheuch hatten angedeutet, dass die derzeit "wilden" Kärntner Mandatare noch vor Jahreswechsel dem FPÖ-Klub beitreten könnten. Nun hat auch der Salzburger Abgeordnete Erich Tadler hat nun Interesse bekundet, zur Freiheitlichen Riege im Parlament zu stoßen.

Strache und Scheuch wollen am Mittwoch gemeinsam an die Öffentlichkeit treten, um voraussichtlich über die weitere Vorgehensweise im Parlament zu informieren. Tadler, der heuer im Jänner aus dem BZÖ-Klub gefeuert worden war, verhandelt derzeit mit der FPÖ über einen Beitritt in deren Parlamentsklub. "Ja, es gibt Gespräche, aber sicher heuer noch keine Entscheidung", sagte er am Dienstag gegenüber der APA.

Zusammenarbeit

De facto haben man ja schon jetzt zusammengearbeitet, wenn beispielsweise er und die drei FPK-Mandatare eine fünfte Unterschrift für eine Anfrage benötigt hätten. "In erster Linie aber vertritt Tadler Salzburg, und wenn da Dinge anstehen, wäre es angesagt, wenn einmal sämtliche Salzburger Abgeordneten dahinterstehen", sagte er über sich selbst. Mit Tadler hätte der letzte "wilde" Abgeordnete im Nationalrat Heimat in einem Klub gefunden, geht man von einer FPÖ-FPK-Fusion aus.

Auf die Frage, ob er auch FPÖ-Mitglied werden wolle, sagte Tadler: "Es geht nicht um eine Mitgliedschaft, sondern um eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Klub."

Geldsegen

Die Aufnahme der drei FPK-Abgeordneten in den Freiheitlichen Klub würde der FPÖ insgesamt zusätzlich 182.300 Euro an Förderungen bringen. Der Politikwissenschafter Hubert Sickinger hat für die APA die möglichen Varianten berechnet. Demnach würde die Klubförderung für die FPÖ im Jahr 2011 ohne das Zusammenrücken im Hohen Haus 3,560.897 Euro ausmachen. Nun werden es voraussichtlich 3,743.197 Euro sein, für die der Steuerzahler aufkommen muss. (APA)

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