"Wir sind herum­gelaufen wie die Hühner"

20. November 2010, 21:27
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  • Wacker Innsbruck - Austria Wien

Walter Kogler (Wacker-Trainer): "Austria war der verdiente Sieger, sie haben das bessere Spiel gezeigt. Die Austria war ballsicherer. Wir haben nur kämpferisch mithalten können. Aber wir haben es nicht geschafft, die Austria in Verlegenheit zu bringen."

Karl Daxbacher (Austria-Trainer): "Wir haben gewusst, dass es ein ganz schweres Spiel wird. Ich denke, wir waren die bessere Mannschaft. Allerdings nur bis zur Führung, denn danach haben wir Ruhe und Konzentration verloren. Innsbruck hat dann gedrückt, aber ohne große Torchancen zu haben. Almer hat natürlich Pech, denn er war die Nummer eins. Das ist wieder eine Chance für Lindner, der nach seiner Einwechslung eine gute Leistung gezeigt hat."

  • Rapid - LASK

Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Ich kann der Mannschaft zur tollen Leistung, vor allem in der ersten Hälfte, nur gratulieren. Wir haben mit sehr viel Tempo und Schwung gespielt, hatten spielerisch gute Aktionen und haben zwei Tore gemacht. In der zweiten Hälfte haben wir den Sack richtig zugemacht. Es ist sehr positiv, was die Mannschaft abgeliefert hat. Mir lacht bei jedem Tor das Herz. Wir haben drei Punkte gemacht, das war das Entscheidende. Wir sind acht Punkte hinter dem Ersten, wir waren schon weiter weg. Im Drei-Punkte-System geht alles sehr schnell. Wir sind acht Spiele ungeschlagen, das ist eine tolle Serie."

Georg Zellhofer (LASK-Trainer): "Wie sich Mannschaft präsentiert hat, war phasenweise nicht bundesligatauglich. Es ist momentan irrsinnig schwierig, eine Konstanz in die Mannschaft zu bringen. Wir fangen mit einem Gastgeschenk an, dann kommt auch knapp vor der Halbzeit noch das 2:0 dazu, wo uns Rapid auskontert. Die Leistung in der Schlussphase war indiskutabel. Dass es so schwierig wird, hätte ich mir nicht vorgestellt, die Mannschaft wirkt teilweise ratlos. Es müssen in den letzten Spielen Punkte her, die Mannschaft muss sich anders präsentierten, sonst wird es ganz schwer."

Rene Gartler (Rapid-Torschütze): "Der Sieg ist schön und wichtig, wir haben uns vor dem Derby Selbstvertrauen geholt, das tut dem Verein und dem Umfeld gut. Für jeden Stürmer ist es gut, wenn er trifft. Hamdi ist viermal gut gestanden. Man hat heute gesehen, dass es gut passt, wir harmonieren gut. So soll es weitergehen. Wir haben von Beginn an gefightet, und es war wichtig für die Fans, dass sie einige Tore gesehen haben."

Ulrich Winkler (LASK-Spieler): "Es war eine sehr schwache Leistung von uns. Jede Aktion von Rapid war gefährlich. Ich kann es mir nicht erklären, wir sind sehr schlecht gestanden. Wir haben nicht nur Salihi, sondern die ganze Rapid-Offensive nicht in den Griff bekommen, die Zuteilung war nicht vorhanden. Wir müssen jetzt versuchen den Karren aus dem Dreck zuziehen."

  • Kapfenberg - Ried

Werner Gregoritsch (Trainer Kapfenberg): "Wir haben drei saudumme Tore bekommen. Die ersten beiden waren eklatante Defensivfehler. Nach dem 1:3 hat man gesehen, dass die Mannschaft Qualität und Moral hat. Mit ist es wichtig, dass die Mannschaft nach dem 0:3 noch gelebt hat. Wie sie das aufgeholt hat, war sensationell. Es gibt, glaub ich, nur sehr wenige Teams, die ein 0:3 wegstecken können."

Deni Alar (Doppeltorschütze Kapfenberg): "Wenn man 0:3 hinten war, muss man zufrieden sein. Erst nach dem 0:3 haben wir Fußballspielen angefangen. Da hat man gesehen, was wir können. Wenn man gegen den Tabellenführer 0:3 zurück ist, ist es sicher ein Sieg der Moral."

Paul Gludovatz (Trainer Ried): "Die Voraussage war auf ein 0:0 ausgerichtet, da ist ein 3:3 doch wunderschön. Es war die eine oder andere Lockerheit dabei, statt 4:0 ist es nun ein 3:3. Wenn uns wer vor dem Spiel gesagt hätte, es wird ein Punkt in Kapfenberg, wäre ich zufrieden gewesen. Wir haben gewusst, was uns hier erwartet. Aber nach dem zu lockeren 3:0 hat der eine oder andere Spieler den Sieg vielleicht schon in der Tasche gesehen. Das Resultat geht in Ordnung."

Oliver Glasner (Kapitän Ried): "Ich habe keine Erklärung. Mit dem Anschlusstreffer sind wir nervös geworden. Kapfenberg hat nur mehr lange Bälle gespielt, damit haben wir Probleme bekommen. Am Schluss konnten wir uns nicht mehr befreien. Im Endeffekt ist es ein Punkt. Wenn man 3:0 führt, sollten es natürlich drei sein."

  • Salzburg - Mattersburg

Huub Stevens (Salzburg-Trainer): "Uns ist es darum gegangen, dass wir die drei Punkte einfahren. Das haben wir getan. In der zweiten Hälfte war das aber zu wenig. Wir hätten zu Hause auch mit zehn Leuten mehr nach vorne spielen müssen. Wenn ich sehe, welche Chancen wir auslassen, dann habe ich meine Bedenken. Im Fußball geht es eben darum, Tore zu schießen."

Simon Cziommer (Salzburg-Mittelfeldspieler): "Das war heute mehr ein Arbeitssieg. Spielerisch war es in den ersten 30 Minuten ganz gut, dann nicht mehr so. Da scheint die Sonne noch nicht so, wie wir das wollen. Wir haben dennoch nur ein Ziel, das wir nicht aus den Augen verlieren. Das ist der Meistertitel."

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Wir sind in der ersten Hälfte herumgelaufen wie die Hühner. Mit ein wenig Glauben, Forschheit und Spiel in die Tiefe hat man dann in der zweiten Hälfte gesehen, was möglich gewesen wäre. Wir waren vielleicht ein bisschen zu dumm und zu naiv, um etwas mitzunehmen. Mehr Chancen als wir gehabt haben, bekommt man in Salzburg nicht."

  • Wr. Neustadt - Sturm Graz

Peter Schöttel (Wiener-Neustadt-Trainer): "Wir haben verdient verloren, waren harmlos, ohne Emotionen am Platz. Sturm ist eine gute Mannschaft, die weiß, wie man gewinnt. Sie haben von unseren Fehlern, die es reichlich gab, profitiert. Mir kommt es vor, als wie wenn jeder Spieler irgendwie Angebote hätte von anderen Clubs. Das belastet natürlich stark und ist schwierig auszublenden. Fakt ist aber, dass alle laufende Verträge haben. Wir versuchen normal weiterzuarbeiten."

Franco Foda (Sturm-Graz-Trainer): "Wir waren von Anfang an die bessere Mannschaft, haben sehr zielstrebig nach vorne gespielt und sind verdient in Führung gegangen. Am Anfang der Saison haben wir aus wenig Chancen viel gemacht, jetzt in den letzten zwei Spielen viele Hundertprozentige liegengelassen. Aber wenn man 3:0 gewinnt, muss man zufrieden sein. Der Sieg war wichtig für uns und muss der Mannschaft das nötige Selbstvertrauen geben."

Mario Haas (Sturm-Graz-Torschütze): "Es hat einfach alles perfekt gepasst. Man muss nicht 90 Minuten auf dem Feld stehen, um ein Tor zu machen und vorzubereiten. Wiener Neustadt wurde müde gespielt, sodass ich in den letzten Minuten ein leichtes Spiel hatte. Der Sieg geht in dieser Höhe in Ordnung, ich bin überglücklich."

Andreas Hölzl (Sturm-Graz-Torschütze): "Der Sieg in dieser Höhe ist verdient. Der große Fehler von Wiener Neustadt war, dass sie uns spielen lassen haben."

Samir Muratovic (Sturm-Graz-Torschütze): "Ein Tor und eine Vorarbeit, das ist ein Wahnsinn. Meine Situation ist jetzt eine bessere und ich werde weiterkämpfen."

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