Mutmaßliche Entführung: Details zu FBI-Festnahme

15. November 2010, 11:37
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Per Haftbefehl gesuchter Mann wollte laut Medienberichten Juwelier in den USA ausrauben oder kidnappen

Zum Fall jenes 70-Jährigen aus Wien, der geplant haben soll, einen reichen Juwelier in Los Angeles auszurauben, zu entführen bzw. zu erpressen, gibt das FBI gemeinsam mit dem österreichischen Bundeskriminalamt (BK) am Dienstag weitere Details bei einer Pressekonferenz bekannt. Die Behörden bestätigen bisher nur die Festnahme des per internationalem Haftbefehl gesuchten Ungarns in Wien. Zu den strafrechtlichen Vorwürfen gegen den Verdächtigen, gibt es nach wie vor keine offiziellen Angaben.

Laut Medienberichten wollte der Verdächtige an fünf Millionen Dollar (3,65 Mio. Euro) gelangen, indem er den Juwelier unter Waffengewalt zur Herausgabe seiner Tresorschlüssel zwingt, als Alternative war offenbar von Folter, Entführung und Erpressung die Rede. Laut "Kronen Zeitung" ging die Planung von Wien aus, der dort Festgenommene soll zwei Komplizen aus Ungarn für die Ausführung der Tat angeheuert haben. Ein amtsbekannter Waffenhändler aus dem US-Bundesstaat Arizona habe die Waffen zur Verfügung gestellt.

Festnahme bereits im Oktober

Alle drei Männer wurden laut "Salzburger Nachrichten" wie der Verdächtige in Wien schon im Oktober festgenommen. Aufgeflogen sei der Plan als der Kopf der Bande einen weiteren Helfer rekrutieren habe wollen und dabei an einen FBI-Spitzel geraten sei. Dass bei dem Juwelier in den USA viel Geld zu holen sei, soll ein Russe verraten haben. Laut der Tageszeitung "Österreich" verlangte dieser als Gegenzug für den Tipp, dass dem Schmuckhändler, ebenfalls Russe, Schaden zugefügt werde.

Der Verhaftung des Ungarns in Wien waren umfassende Ermittlungen des FBI vorangegangen, bemerkte das BK am Montag in einer Aussendung. Was dem Mann vorgeworfen wird, soll bei einer Pressekonferenz am Dienstag von FBI Attache Stephen Gaudin und seinem Kollegen Robert Andrews sowie Herbert Anderl, Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, und BK-Direktor Franz Lang näher erläutert werden. (APA)

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