Börse Frankfurt: Dax schließt im Plus

15. November 2010, 18:15
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Übernahmefantasie treibt MAN um über sechs Prozent nach oben

Frankfurt - Die Frankfurter Aktienbörse hat sich am Montag nach Anfangsverlusten deutlich ins Plus vorgearbeitet. Der DAX verbesserte sich um 55,56 Punkte (plus 0,82 Prozent) auf 6.790,17 Einheiten. Er schloss damit auf dem höchsten Stand seit Juni 2008 und deutlich über seinem Niveau vor dem Lehman-Zusammenbruch Mitte September 2008.

Der TecDAX stieg um 5,30 Punkte oder 0,68 Prozent auf 788,80 Punkte. Der M-DAX legte um 71,97 Punkte oder 0,77 Prozent auf 9.423,97 Zähler. Der HDAX schloss mit 3.429,94 Einheiten und einem Plus von 27,11 Zählern oder 0,80 Prozent. Der C-DAX gewann 4,93 Punkte oder 0,84 Prozent auf 593,94 Zähler.

Durchwachsene US-Konjunkturdaten

Händler verwiesen auf ein immer noch erfolgversprechendes Umfeld für Aktien, nachdem die Sorgen um die irischen Staatsfinanzen etwas nachgelassen hätten und viele negative Aspekte bereits eingepreist seien. "Die Gewinne und die Ausblicke der Unternehmen sprechen ebenso für Aktien wie die hohe Liquidität und die wohl noch lange Zeit niedrigen Zinsen", sagte ein Analyst. Durchwachsene Konjunkturdaten aus den USA hatten indes keine größeren Auswirkungen.

Übernahmefantasie katapultierte die Aktien von MAN um 6,19 Prozent auf 87,55 Euro hoch. Die schwedische Volkswagen-Tochter Scania prüft einen Zusammenschluss mit dem Münchner Lastwagenbauer, an dem VW ebenfalls beteiligt ist. Die bisherigen Gespräche über eine engere technische Zusammenarbeit hätten ergeben, dass "eine engere Kooperation durch Kombination beider Unternehmen" notwendig sei, um das volle Potenzial auszuschöpfen, teilte Scania mit. Den Wolfsburgern wird seit langem nachgesagt, ihre Lkw-Geschäfte unter einem Dach bündeln zu wollen. Die DAX-notierten VW-Vorzugsaktien gewannen 2,28 Prozent auf 116,60 Euro.

Positive Studiendaten für seinen größten Pharma-Hoffnungsträger Xarelto ließen die Bayer-Titel um 3,87 Prozent auf 56,130 Euro steigen. Dessen Wirkstoff Rivaroxaban zeige gegenüber der Standardtherapie mit Warfarin eine "überlegene Wirksamkeit", teilte der Konzern mit. Börsianer begrüßten die Nachricht.

Papiere des Düngemittelkonzerns K+S verloren dagegen minimale 0,05 Prozent auf 49,950 Euro, nachdem der australische Bergbaukonzern BHP Billiton die Pläne für eine Übernahme des kanadischen Kaliproduzenten Potash aufgegeben hatte. Ein Börsianer erklärte, dass damit das Interesse am Sektor etwas nachlasse. (APA)

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