Sinn-Fein-Vorsitzender Gerry Adams wechselt in die Republik

14. November 2010, 19:32
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Rücktritt von politischen Ämtern in Nordirland und London

London/Dublin/Belfast - Der Vorsitzende der katholischen Sinn-Fein-Partei, Gerry Adams, will seinen Sitz in der nordirischen Regionalversammlung niederlegen und bei der Wahl in der Republik Irland antreten. Er werde außerdem von seinem Amt als Abgeordneter im britischen Parlament in London zurücktreten, sagte der 62-Jährige am Sonntag. Stattdessen will er sich bei der Parlamentswahl in der Republik Irland, deren genaues Datum im kommenden Jahr noch nicht feststeht, um einen Sitz bewerben.

Die Sinn-Fein-Partei galt lange als politischer Arm der radikalen Irisch Republikanischen Armee (IRA). Im nordirischen Friedensprozess nahm sie in den vergangenen Jahren dann aber eine zentrale Rolle ein. Nach dem Friedensschluss vom Karfreitag 1998 ist Sinn Fein heute Teil der Regierungskoalition.

Adams betonte in einer Rede vor republikanischen Unterstützern, er wolle der Republik Irland in der schweren Finanzkrise, die das Land derzeit durchlebt, zur Seite stehen. Beobachter vermuteten auch, der Wechsel sei Teil einer neuen Strategie, mit der Sinn Fein die Präsenz in der Republik Irland verstärken wolle, um nicht mehr länger vor allem als Nordirland-Partei zu gelten. Sinn Fein hat fünf gewählte Abgeordnete in Nordirland sowie vier im Parlament der Republik Irland. (APA/dpa)

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    Gerry Adams wird Ire.

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