Ottakringer fusioniert Pecs und Kolarik dazu

11. November 2010, 14:00
6 Postings

Ottakringer schließt in diesen Wochen den Konzernumbau ab und verkauft weniger Bier und mehr Mineralwasser

Wien - Ottakringer schließt in diesen Wochen den Konzernumbau ab. Die nach der Fusion von Vöslauer-Mineralwasser mit dem Wiener Bierkonzern neu formierte börsenotierte "Ottakringer Getränke AG" schrieb im Aktionärsbrief am Donnerstag, im laufenden vierten Quartal 2010 den Ottakringer-Konzern durch Zukäufe erweitern zu wollen. Die Bierpreise wird Ottakringer erst im neuen Jahr anheben.

Um externe Zukäufe wird es sich nicht handeln, vielmehr sollen bis Jahresende weitere bisher getrennt geführte und noch an der Eigentümerfamilienholding hängende Firmen hereinkommen. Das sind u.a. die ungarische Brauerei Pecs sowie die Getränkefirma Kolarik & Leeb. Sie bringen zweistellige Millionenumsätze mit.

Die bayerische Innstadt Brauerei ist bereits unter dem neuen Ottakringer-Konzerndach. Gestartet worden war die Integration mit Vöslauer im September 2009. Auch sie gehörte bis dahin der übergeordneten Familienholding der Familien Wenckheim und Menz.

Bierpreis steigt erst 2011

Über eine Erhöhung der Bierpreise nach den jüngsten Rohstoffpreisanstiegen wird Ottakringer erst Anfang Dezember entscheiden, sagte ein Sprecher des Konzerns. Fest stehe, dass Ottakringer-Bier nicht mehr im heurigen Jahr teurer werde. Wie viel es wird, wurde nicht gesagt. Die Marktführerin Brau Union hat bereits für Dezember eine Bierverteuerung um 3 bis 4 Prozent angekündigt. In der Braubranche wird üblicherweise unter ähnlichen Bedingungen kalkuliert.

Im Neunmonatsbericht von Ottakringer sind keine Ergebnisziffern enthalten. Wegen der vorjährigen Umstrukturierung (Bier-Wasser-Fusion) sind per September auch die übrigen Kennzahlen nicht vergleichbar. Bis September wurde weniger Bier, aber mehr Mineralwasser verkauft, das Ergebnis sei "auf jeden Fall positiv", verlautete aus dem Konzern heute.

Höhere Umsätze

Wegen des Konsolidierungseffekts werden im Jahr 2010 höhere Umsätze und Ergebnisse im Ottakringer-Konzern erreicht, heißt es im Aktionärsbrief. Und weiter: "Trotz der anhaltenden schwierigen allgemeinen wirtschaftlichen Lage und des harten Wettbewerbs gehen wir davon aus, dass sich auch bei Herausrechnung der Konsolidierungseffekte die Umsätze sowie die Vermögens- und Ertragslage stabil entwickeln werden."

Der Ottakringer-Konzern beschäftigte Ende September 366 Mitarbeiter (Ende Dezember 2009: 363).

In den ersten neun Monaten 2010 setzte der Konzern 125,2 Mio. Euro um. Von den operativen Sparten-Umsätzen stammten 62,3 Mio. Euro von den Brauereien und 68,86 Mio. Euro vom Mineralwasser. Im Vorjahreszeitraum hatte Vöslauer Mineralwasser 64,6 Mio. Euro umgesetzt.

Bei den Bierverkäufen lag Ottakringer nach neun Monaten mit 454.577 hl um 2,9 Prozent hinter dem Vorjahr. Während der gesamte Inlandsbiermarkt nach den starken Rückgängen 2009 heuer stabil (plus 0,1 Prozent) blieb, lagen Ottakringers Bierverkäufe in Österreich um 2,8 Prozent unter Vorjahr.

Bei der Minerwalwassermarktführerin Vöslauer gab es bis September ein Verkaufsplus von 1,7 Prozent auf 1,71 Mio. hl. Im Inland zogen die Vöslauer-Verkäufe um 1,6 Prozent an, im Export um 5 Prozent. (APA)

Share if you care.