Head in den roten Zahlen

11. November 2010, 13:50
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Der Sportartikelhersteller schreibt nach neun Monaten Verluste, der Ausblick ist verhalten, der Auftragsstand für Wintersport deutet aber auf leicht höhere Umsätze hin

Wien - Der in Wien börsenotierte Sportartikelhersteller Head weist nach drei Quartalen einen Nettoverlust von 913.000 Euro aus, nach einem Gewinn von 24,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, teilte das Unternehmen mit. Hauptgrund dafür war die Einbeziehung des Gewinns aus dem Anleihenumtausch im Jahr 2009 von 28,9 Mio. Euro. Positiv ausgewirkt haben sich ein um 4,8 auf 6,9 Mio. Euro verbessertes Betriebsergebnis und ein um 1,9 Mio. Euro geringerer Zinsaufwand als Folge des Anleihenumtauschs. Der Umsatz stieg um 5,7 Prozent auf 218,4 Mio. Euro. Der Ausblick ist verhalten.

Der Auftragsstand für Wintersport deute auf höhere Umsätze in diesem Bereich hin und auch im Racketbereich "glauben wir, dass die Gesamtumsätze die des Vorjahres übersteigen könnten", obwohl die Bedingungen im Racketsportmarkt "sehr schwierig werden". "Andauernder Druck auf die Margen durch steigende Rohstoffpreise und Auswirkungen auf den Mix werden verschlechternde Auswirkungen auf die Gesamtmarge haben", heißt es in der heutigen Mitteilung weiter. Es würden daher Kosteneinsparungs- und Restrukturierungsprogramme durchgeführt.

Aufwertung des US-Dollar

Der Umsatz stieg in den ersten drei Quartalen wegen höherer Absatzmengen im Wintersportgeschäft in Verbindung mit der Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro, im Racketbereich waren die Absatzmengen teilweise geringer. Der Umsatz des Wintersportbereichs stieg in den ersten drei Quartalen um 13,4 Prozent auf 80,2 Mio. Euro. Im Racketsportbereichs gab es ein Umsatzplus von 2,7 Prozent auf 103,2 Mio. Euro und im Tauchsportbereich von 2,6 Prozent auf 37,8 Mio. Euro.

Die Erlöse aus dem Lizenzgeschäft sanken wegen einer geringeren Zahl von Lizenzen um 15,5 Prozent auf 3,7 Mio. Euro. Head übernimmt das bisher in Lizenz vergebene Sportbekleidungsgeschäft selbst und wird mit der Auslieferung der Bekleidung im Jahr 2011 beginnen.

Gründe für die deutliche Verbesserung des Betriebsergebnisses um 4,8 auf 6,9 Mio. Euro waren eine um 1,8 Prozentpunkte bzw. 8,7 Mio. Euro verbesserte Bruttogewinnmarge, ein positiver Effekt aus den aktienbasierten Vergütungen (4,1 Mio. Euro) und das Nichtanfallen von Restrukturierungskosten (2,1 Mio. Euro). Dem gegenüber standen allerdings höhere Vertriebs- und Marketingkosten (1,6 Mio. Euro), höhere allgemeine Verwaltungsaufwendungen (0,2 Mio. Euro) und geringere sonstige betriebliche Erträge (8,4 Mio. Euro).

Der operative Cash Flow ging um 2 Mio. auf 11,1 Mio. Euro zurück. Die Nettoverschuldung verringerte sich gegenüber Ende September 2009 um 22 Mio. auf 65 Mio. Euro.

Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 6,7 Prozent auf 98,4 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis sank auf 12,4 (16,0) Mio. Euro, das Nettoergebnis auf 9 (41,5) Mio. Euro. (APA)

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