Familie mit autistischem Kind bekommt Wohnung

10. November 2010, 11:10
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Für die Familie, die wegen ihres autistischen Kindes aus dem Gemeindebau delogiert werden soll, zeichnet sich nun eine Lösung ab: Der Fonds Soziales Wien mietet eine Wohnung an, berichtet der ORF-Teletext am Mittwoch. Wo genau die Wohnung sein wird, wird nicht bekanntgegeben, um der sechsköpfigen Familie einen ruhigen Start zu ermöglichen. Unterstützung erhalte sie von SozialarbeiterInnen.

Stadträtin Sonja Wehsely sagte dazu in einem Ö1-Interview, diese Lösung sei zwar nicht die finanziell günstigere, aber die "menschlichere". Auch für die zukünftigen Nachbarn soll es Ansprechpartner geben. Ganz fix ist die Übersiedelung jedoch noch nicht. Die nunmehrige Lösung sei ein Angebot. Man hoffe sehr, dass die Familie dieses annehme, wurde im Büro der Stadträtin betont.

Die geplante Delogierung der Familie hatte für Aufsehen gesorgt - unter anderem deswegen, weil das Verhalten des autistischen Buben Anlass dafür war. Er soll gelärmt haben und gegenüber Nachbarn aggressiv geworden sein.

Der Dachverband der Österreichischen Autistenhilfe hatte den auch durch ein OGH-Urteil bestätigten Delogierungsbescheid massiv kritisiert. Rückgängig könne dieser aber nicht mehr gemacht werden, war im Rathaus zuletzt betont worden. (APA/red)

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