OECD-Frühindikator stagniert

8. November 2010, 12:50
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Für Deutschland, Japan, die USA und Russland deutet sich Expansion an

Paris - Der Konjunkturindikator der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat sich im September nicht verändert. Der Index verharrte auf dem Vormonatsstand von 102,8 Punkten, wie die Organisation am Montag in Paris mitteilte. Damit lag er 4,4 Zähler über seinem Stand vom September vergangenen Jahres.

Laut OECD wies der Frühindikator unterschiedliche Wachstumstrends innerhalb der großen Industrieländer auf. Während er für Deutschland, Japan, die USA und Russland weiter eine Expansion andeute, weise er auf eine moderate Abschwächung in Kanada, Frankreich, Indien, Italien und Großbritannien hin. Für Brasilien und China deute der Index weiterhin deutlich nach unten und liege unterhalb des langfristigen Trends. Dies impliziere, dass die Industrieproduktion in diesen zwei Volkswirtschaften unter den langfristigen Trend fallen werde.

Im Einzelnen wies die OECD beim Frühindikator für die USA einen Anstieg gegenüber August um 0,1 auf 102,4 Punkte aus. Für die Eurozone blieb der Index unverändert bei 103,6 Punkten, für Deutschland verharrte er bei 105,8. Für China wurde ein Indexwert von 99,3 (minus 0,7) festgehalten, für Japan 103,2 (plus 0,2).

Unter den aufgeführten Ländern registrierte Deutschland auf Jahressicht den stärksten Indexanstieg (plus 8,6 Punkte), während für China der größte Rückgang ermittelt wurde (minus 4,0 Punkte). (APA)

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