4.000 BBC-Journalisten streiken - Programm beeinträchtigt

5. November 2010, 11:56
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Die Proteste richten sich gegen eine geplante Pensionsreform

London - Ein Streik von tausenden Journalisten hat das Programm der britischen Rundfunkanstalt BBC beeinträchtigt. 4.000 Mitglieder der Journalistengewerkschaft NUJ traten ab Mitternacht in einen 48 Stunden langen Ausstand, um gegen eine geplante Pensionsreform bei der BBC zu protestieren.

Wegen des Streiks fiel am Freitagfrüh die beliebte Radiosendung "Today" auf BBC 4 aus. Statt der Sendung, die rund 6,5 Millionen Zuhörer jeden Morgen einschalten, liefen aufgezeichnete Beiträge. Auch in anderen Programmen sollte sich der Streik im Tagesverlauf bemerkbar machen.

Die auch international angesehene BBC ist öffentlich-rechtlich organisiert und finanziert sich hauptsächlich über eine Rundfunkgebühr, die jeder Haushalt mit einem Fernseher oder Radio in Großbritannien zahlen muss. Hintergrund des Streiks sind die Pläne, die Pensionszahlungen für die Beschäftigten zu deckeln und damit ein Defizit in der BBC-Pensionskasse von 1,5 Milliarden Pfund (1,7 Milliarden Euro) zu senken. Zudem ist vorgesehen, das Pensionsalter von 60 auf 65 Jahre anzuheben. Für Mitte November plant die NUJ einen weiteren Streik.  (APA)

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