Börse Frankfurt: Dax schließt im Plus

4. November 2010, 19:04
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Finanzspritze der US-Notenbank beflügelt - HeidelbergCement plus 8,90 Prozent

Frankfurt - Die Frankfurter Aktienbörse ist am Donnerstag - beflügelt von der Finanzspritze der US-Notenbank Fed - mit höheren Notierungen aus dem Handel gegangen. Der DAX gewann 116,89 Punkte (plus 1,77 Prozent) auf 6.734,69 Einheiten. Der TecDAX stieg um 4,13 Punkte oder 0,51 Prozent auf 821,76 Punkte. Der M-DAX legte 82,90 Punkte oder 0,88 Prozent auf 9.456,47 Zähler zu. Der HDAX schloss mit 3.409,32 Einheiten und einem Plus von 54,78 Zählern oder 1,63 Prozent. Der C-DAX gewann 9,61 Punkte oder 1,66 Prozent auf 589,62 Zähler.

"Wie erwartet gab es nur ein großes Thema am Markt: die expansive Notenbankpolitik in den USA", meinte ein Marktstratege. Am Vorabend hatte die US-Notenbank mitgeteilt, dass die Konjunktur mit dem Kauf von weiteren Staatsanleihen im Wert von 600 Milliarden US-Dollar gestützt werden soll.

Mit Adidas, der Telekom, HeidelbergCement und Beiersdorf legten vier im DAX notierte Unternehmen ihre Bilanzen vor. Unter ihnen ragten die Papiere von HeidelbergCement mit plus 8,90 Prozent auf 40,95 Euro hervor. Dem Baustoffkonzern war dank florierender Geschäfte in Asien und Afrika ein beeindruckender Sprung beim Nettogewinn gelungen.

Adidas verlieren trotz starker Zahlen

Die Aktien von Adidas, Beiersdorf und der Telekom versammelten sich dagegen mit schwachen Kursen am DAX-Ende. Die Adidas-Anteile verloren nach starken Zahlen 3,32 Prozent auf 46,50 Euro. Der Ausblick des Sportartikelherstellers auf 2011 wurde unterschiedlich bewertet. Die Telekom hatte laut Analysten ein starkes Deutschlandgeschäft gemeldet, mit der Entwicklung in den USA aber enttäuscht, was der Aktie ein Minus von 1,72 Prozent bescherte. Der Konsumgüterhersteller Beiersdorf hatte mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen verfehlt. Das Papier fiel daraufhin um 1,85 Prozent.

Die Fraport-Papiere legten nach Zahlen um 1,39 Prozent auf 46,400 Euro zu, die Aktien von Rhön-Klinikum sanken indes nach Zahlen um 2,37 Prozent auf 16,50 Euro. Wegen einer Notlandung des Prestigefliegers Airbus A380 gerieten zudem die Titel von EADS unter Druck und verloren 3,42 Prozent auf 18,36 Euro. Ein mit 459 Menschen besetztes Flugzeug der australischen Fluglinie Qantas war in Singapur nach einer Explosion notgelandet, woraufhin die Australier zunächst alle weiteren Flüge mit dem Großraumflugzeug absagten. Börsianer verwiesen zudem auf die gewinnbelastende Schwäche des US-Dollar. (APA)

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