Mobiles Web wird schneller, aber nicht billiger

3. November 2010, 09:33
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Angebote mit Mehrwert bremsen Preiskampf

Von einem Waffenstillstand zwischen den deutschen Mobilfunkbetreibern kann zwar keine Rede sein. In der lange geführten Preisschlacht schalten die Mobile-Web-Provider aber einen Gang zurück. Statt sich mit Billig-Tarifen weiterhin gegenseitig zu unterbieten, gehen sie verstärkt mit qualitativ hochwertigeren Angeboten als bisher auf Kundenfang. So wird das mobile Internet bei gleichbleibenden Kosten immer schneller, wie der deutsche Bundesverband Digitale Wirtschaft und der Online-Tarifberater teltarif aufzeigen. Hohe Geschwindigkeiten zur Datenübertragung werden zunehmend zum Standard.

Starke Zahlungsbereitschaft

"Die Mobilfunkanbieter kommen dem Datenhunger der User entgegen", sagt teltarif-Sprecherin Rafaela Möhl. So sind viele Kunden bereit, für einen Mehrwert in Form einer höheren Bandbreite oder eines größeren Download-Volumens zu zahlen. Die Übertragungsraten haben die Provider laut BVDW bei vielen Angeboten erhöht, während die Preise seit dem ersten Quartal 2010 stabil geblieben sind.

Downstream erhöht

Den mobilen Internetnutzern steht bei einzelnen Anbietern bereits ein Datenfluss mit einer Geschwindigkeit von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde zur Verfügung. Im Schnitt erreichen die Angebote 3,6 Megabit pro Sekunde. Insbesondere die Übertragungsgeschwindigkeit aus dem Web zum Endgerät (Downstream) wurde in den vergangenen Monaten deutlich erhöht. Das Upstream-Tempo vom Endgerät ins Internet ist hingegen "bei fast allen mobilen Tarifen gleich geblieben". Ebenso konstant blieben die Tarife zur Webnutzung seit Jahresbeginn. Weiterhin liegen die preiswerteste mobile Flatrate bei 14,99 Euro im Monat bzw. 1,99 Euro pro Tag und der billigste Volumentarif bei 19 Cent pro Megabyte. (pte)

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