Impfstoff gegen Dengue-Fieber bis 2015 geplant

18. Oktober 2010, 13:40
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Häufigste Virus-Erkrankung, die von Mücken übertragen wird

Mexiko-Stadt  - Der französische Pharmakonzern Sanofi Pasteur will bis 2015 einen Impfstoff gegen das Dengue-Fieber entwickeln. Das kündigte der Generaldirektor des Unternehmens, Wayne Pisano, bei der Inbetriebnahme einer Impfstoff-Fabrik in Mexiko an. Beim Dengue-Fieber handelt es sich um eine ernste grippeähnliche Erkrankung, die von Moskitos übertragen wird. Kommt es in der Folge zu einem hämorrhagischen Fieber, kann die Krankheit tödlich enden. Sie zählt außerdem zu den häufigsten Erkrankungen, die Touristen aus Asien, Afrika und Lateinamerika mit nach Hause bringen. Einen Impfstoff gibt es bisher nicht.

Impfung für 2015

"Die erste Impfung gegen Dengue werden wir 2015 und vielleicht schon früher haben", sagte Pisano bei der Eröffnung des Werkes in Ocoyoacac im Staate Mexiko in Anwesenheit des mexikanischen Präsidenten Felipe Calderon. Sanofi investierte in die Produktion umgerechnet rund 110 Millionen Euro und wird pro Jahr 30 Millionen Impfdosen gegen Grippe herstellen. Im Falle einer Pandemie soll die Produktion auf 90 Millionen Einheiten erhöht werden können.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation hat die Zahl der Erkrankungen in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen. Es wird geschätzt, dass jedes Jahr 50 Millionen Menschen an Dengue-Fieber erkranken. Das Zunehmen der Ausbrüche des Dengue-Fiebers könnte auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen sein. Dazu gehören höhere Temperaturen und mehr Regen - das sind für die Vermehrung der Moskitos ideale Bedingungen. Das Ansteigen der Bevölkerungszahlen vor allem in den Städten und mehr internationaler Reiseverkehr könnten ebenfalls eine Rolle spielen. Es gibt laut WHO keine eindeutigen Beweise dafür, dass die Zunahme der Erkrankungen auf globale Erwärmung zurückzuführen ist. (APA/pte)

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