Super-Taifun "Megi": Böen bis zu 350 km/h

18. Oktober 2010, 06:30
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Sturm hat Kategorie 5 und ist der stärkste seit langem

Der stärkste Taifun seit Jahren rast auf die philippinische Insel Luzon zu. Mehr als 3.000 Menschen wurden nach Behördenangaben aus küstennahen Gemeinden in Sicherheit gebracht. Ein Mensch ertrank, als er von einem Fluss mitgerissen wurde. Über dem Nordteil der Insel gingen bereits heftige Regenfälle nieder. Es tobte ein starker Wind. Die Behörden rechnen damit, dass riesige Wellen auf die Nordküste prallen werden.

"Megi" ist der zehnte Taifun auf den Philippinen in diesem Jahr und werde später am Montag in der Provinz Isabela das Festland erreichen, wie die Plattform Tropical Storm Risk berichtet. Er wird als Kategorie 5 eingestuft, die höchste Stufe in der Skala, und gilt damit als Super-Taifun.

Der Sturm könne sich gar auf Spitzenwindgeschwindigkeiten von bis zu 350 Stundenkilometer steigern, wurde im US-Fernsehsender CNN unter Berufung auf ein Taifunwarnzentrum erklärt. "Megi" ist für die sturmerprobten Philippinen der stärkste Taifun seit langem.

Flüge gestrichen, auch Manila bedroht

Mehrere Inlandsflüge wurden annulliert. In den Bergen kam es bereits zu Erdrutschen. Der Chef der Wetterbüros Graciano Yumol warnte auch die Bewohner der weiter im Süden liegenden Hauptstadt Manila vor heftigem Regen.

Präsident Benigno Aquino versetzte alle Regierungsagenturen in höchste Alarmbereitschaft. Die Küstenwache wurde angewiesen, das Auslaufen von Fischerbooten zu verhindern. Tausende Soldaten und Freiwillige standen bereit, um auch mit dem Einsatz von Hubschraubern zu helfen. Zahlreiche Pakete mit Notverpflegung seien gepackt. Schulen in Einzugsbereich von "Megi" blieben geschlossen.(APA/Reuters)

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