Erin Brockovich macht wieder von sich reden

30. April 2003, 12:42
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Umwelt-Aktivistin kündigte Gruppenklage gegen eine Schule in Beverly Hills an

Los Angeles - Erin Brockovich, Vorbild für den Oscar-prämierten gleichnamigen Film mit Julia Roberts, macht wieder in Sachen Umweltschutz von sich reden: Die Umwelt-Aktivistin kündigte am Montag eine Gruppenklage gegen eine Schule in Beverly Hills an wegen der Verursachung von Krebs bei mehreren Schülern und Lehrern.

Eine Ölquelle auf dem Schulgelände und weit über der zulässigen Norm liegende Giftwerte hätten zu Krebs bei Schülern und Lehrern geführt, sagte der Anwalt Ed Masry, der nach eigenen Angaben mehrere Dutzend erkrankte Schüler vertritt. "280 Schüler und Lehrer sind betroffen und verlangen eine Antwort", sagte Brockovich bei der Vorstellung einer Liste von 25 Klägern.

Schulleiterin Gwen Gross wies die Vorwürfe zurück. Hunderte Analysen durch die kalifornische Behörde für Wasser- und Luftqualität hätten ergeben, dass die Ölquelle keinerlei Risiko darstelle. Nach Berichten der Lokalpresse verdiente die Schulbehörde von Beverly Hills allerdings jährlich rund 300.000 Dollar (272.000 Euro) an dem Ölbrunnen.

Brockovich und Masry erlangten 1996 Berühmtheit, als sie in einem Prozess um verseuchtes Wasser Schadenersatzzahlungen in Höhe von 333 Millionen Dollar durch das Unternehmen Pacific Gas and Electric an die Bewohner der kalifornischen Ortschaft Hinkley erreichten. In dem von Regisseur Steven Soderbergh verfilmten Justizkrimi "Erin Brockovich" spielt die US-Schauspielerin Julia Roberts die allein erziehende Mutter, die einen juristischen Feldzug gegen gewissenlose Umweltverschmutzer führt. (APA)

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    Erin Brockovich klagt eine Schule in Beverly Hills an wegen der Verursachung von Krebs bei mehreren Schülern und Lehrern

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