AUT - SLO 6:2
(1:0 2:1 3:1)

21. April 2004, 14:18
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Österreich schafft den Klassenerhalt und zieht durch einen 6:2-Erfolg über Slowenien in die Zwischenrunde ein

Helsinki - Das österreichische Eishockey-Team bleibt erstklassig. Die ÖEHV-Auswahl hat am Dienstag bei der 67. Weltmeisterschaft in Finnland Slowenien 6:2 (1:0,2:1,3:1) besiegt und den Klassenerhalt fixiert. Österreich steht nach dem Sieg im dritten und letzten Match der Vorrunden-Gruppe D in der Zwischenrunde und löste gleichzeitig das Ticket für die WM 2004 in Tschechien.

Zweithöchster Sieg in A-Gruppe

Treffer durch Brandner, Szücs, Martin Hohenberger, Raimund Divis, Doyle und Pöck stellten auch den zweithöchsten Sieg der Österreicher seit dem Aufstieg in die A-Gruppe 1993 dar. Den höchsten Erfolg hatte es 1994 mit dem 10:0 gegen Großbritannien zu feiern gegeben.

Entschlossener Beginn

Nach den glatten Niederlagen in den beiden Auftakt-Partien gegen Gastgeber Finnland (1:5) und Tschechien (1:8) starteten die Österreicher wild entschlossen und konzentriert in das wichtige Duell mit Slowenien. Erinnerungen an die WM im Vorjahr in Schweden wurden in keiner Phase wach, damals hatte man im entscheidenden Match gegen die Slowenen weitaus mehr Probleme gehabt und erst in der Schlussphase einen 1:3-Rückstand in einen 5:3-Sieg verwandelt.

Brandner brach den Bann

Ein ähnlicher Nervenkitzel blieb den österreichischen Eishockey-Fans und Teamchef Herbert Pöck diesmal erspart, auch wenn es eine Viertelstunde dauerte, bis der Bann gebrochen und Slowenien-Goalie Glavic erstmals geschlagen war. In der 15. Minute zog aber dann Robert Lukas ab und Deutschland-Legionär Christoph Brandner vollendete knapp vor dem Tor stehend zur 1:0-Führung.

Vorentscheidung im Mitteldrittel

Mit der Führung im Rücken, den Österreichern hätte auch bereits ein Remis zum Aufstieg in die Zwischenrunde gereicht, waren Kapitän Kalt und Co. im Mitteldrittel die klar bessere Mannschaft und führten die Vorentscheidung herbei. Zunächst schloss Mark Szücs eine meisterliche Linzer Co-Produktion nach Vorlage von Robert Lukas und Christian Perthaler erfolgreich ab (30.), wenig später legte Martin Hohenberger nach schönem Alleingang das 3:0 (36.) nach.

Österreicher mit dem längeren Atem

Der starke österreichische Goalie Claus Dalpiaz musste sich zwar 32 Sekunden später einem strammen Schuss von Dervaric (36.) geschlagen geben, zu Beginn des dritten Drittels stellte Raimund Divis aber wieder den alten Drei-Tore-Vorsprung her (43.). Die Schlussphase war dann noch einmal von zahlreichen Treffern geprägt, zunächst verkürzte Jan für Slowenien auf 2:4 (56.), doch Robin Doyle (57.) und Thomas Pöck (59.) zeigten, dass die Österreicher den klar längeren Atem hatten. (APA)

  • Österreich - Slowenien 6:2 (1:0 2:1 3:1)
    Helsinki, 6.237, Hartwall-Arena, SR Schimm/Hämäläinen/Gutsulia (GER/FIN/BLR)

    Tore: Christoph Brandner (15./PP), Szücs (30.), M. Hohenberger (36.), Divis (43.), Doyle (57.), Pöck (59.); Dervaric (36.), Jan (55.)

    Slowenien: Glavic - Beslagic, Ciglenecki; Zajc, Rebolj; Dervaric, Brodnik; Krajnc, Sivic - Razingar, Vnuk, Rodman; Zagar, Avgustincic, Poloncic; Terglav, Jan, Kontrec; Rozic, Golicic, Por

    Österreich: Dalpiaz - A. Lakos, Unterluggauer; R. Lukas, Doyle; Kasper, H. Hohenberger - Kalt, Pöck, Setzinger; Trattnig, P. Lukas, Brandner; Perthaler, Szücs, M. Hohenberger; Salfi, Ra. Divis, Welser

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Mark Szücs (m) bedankt sich bei Christian Perthaler für die Torvorlage.

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