Stuttgart 21-Gegner werfen Youtube Löschung von Beweisvideos vor

13. Oktober 2010, 10:46
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Im Rahmen der Proteste kam es zu einem Zusammenstoß mit Polizei - Google verteidigt sich

Die Online-Ausgabe der deutschen Tageszeitung "Die Zeit" berichtet von möglichen Löschaktionen der Videoplattform Youtube.

Im Rahmen der Proteste gegen das Projekt Stuttgart 21 kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen Demonstranten und Polizei. Vorwürfe, die Polizei habe dabei übertriebene Gewalt angewendet, wurden laut. Rund 400 Menschen wurden bei dem Zusammenstoß angeblich verletzt.

Laute Kritik

Einige Videos, unter anderem auf Youtube, zeigten den Zusammenstoß zwischen Demonstranten und Polizei. Stuttgart 21-Gegner werfen Google und der deutschen Regierung "stille Zensur" vor. Damit die Videos auch weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben, weist man auf alternative Upload-Möglichkeiten bei russischen Anbietern hin.

Tatsächlich kam es erwiesenermaßen dazu, dass ein Video nicht mehr ohne Youtube-Nutzeraccount erreichbar waren. Dies sei allerdings eine normale Vorgehensweise, wie Google erklärt. Hochgeladene Videos müssten den Community-Richtlinien entsprechen. Inhalte "die zu Gewalt oder anderen gefährlichen, illegalen Aktivitäten anstacheln, bei denen das Risiko auf körperliche Verletzungen oder gar Tod besteht", würden "üblicherweise binnen einer Stunde" gelöscht.

Ungewissheit

Ein betroffener Youtube-Uploader erhielt eine Email von Google mit dem Inhalt: "Hiermit weisen wir Sie darauf hin, dass wir eine Datenschutzbeschwerde von einer Einzelperson in Bezug auf Ihren Content erhalten haben." Ob es sich bei dem Beschwerdeführer um die Polizei handle ist dabei ungewiss. (red)

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    foto: youtube
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