SCO will nach IBM nun auch SuSE und Red Hat verklagen

29. April 2003, 13:52
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Geistiges Eigentum der SCO Group soll sich widerrechtlich in Linux finden

Im März dieses Jahres brachte das US-Softwareunternehmen SCO Group eine Klage gegen IBM auf mehr als eine Mrd. Dollar ein. Der Vorwurf: Big Blue soll geistiges Eigentum der SCO Group bezüglich Unix widerrechtlich an die Linux-Gemeinde weiter gegeben haben.

SCO wurde im Jahr 2000 vom Linux-Distributor Caldera geschluckt

IBM hat seine Unix-Lizenz ursprünglich von AT&T erhalten, in dessen Bell Labs das Betriebssystem in den 60er Jahren entwickelt wurde. SCO hat jedoch die Unix-Rechte im Jahr 1995 erworben. SCO wurde im Jahr 2000 vom Linux-Distributor Caldera geschluckt. Zwei Jahre später benannte sich das Unternehmen in SCO Group um. SCO Group erzielt den größten Teil ihrer Umsätze damit, Unix-Anwendungen für Intel-Systeme zu entwickeln.

Keine ernsthafte Konkurrenz

Das Geschäftsergebnis des Unternehmens wurde durch Linux allerdings in letzter Zeit schwer in Mitleidenschaft gezogen. Nach der Anklageschrift war Linux keine ernsthafte Konkurrenz bis zu dem Zeitpunkt als IBM begann, das Betriebssystem massiv zu unterstützen. Dabei soll der Konzern von SCO lizenzierte Software an die Linux-Gemeinschaft weiter gegeben haben. Weitere Unix-Kenntnisse soll IBM aus der erfolglosen Partnerschaft mit SCO für die Entwicklung einer Unix-Version für Intels Intanium-Prozessor erhalten haben. Das Wissen aus diesem Monterey-Projekt soll ebenfalls in die Open-Source-Gemeinschaft gelangt sein.

Red Hat und SuSE

Wie Heise vermeldet, will SCO nun auch die beiden Linux-Distributoren Red Hat und SuSE mit Klagen bedenken, wenn sich in dem Prozess gegen IBM herausstellt, dass sich in Linux geistiges Eigentum von SCO findet. Selbiges will man in Distributionen von Red-Hat bereits gefunden haben.

Im Rahmen der United-Linux Initiative arbeite SCO eng mit SuSE zusammen. (red)

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