Eine Gala für den heimischen Film

16. September 2010, 12:46
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Neuer "Österreichischer Filmpreises" nach Lola-Vorbild wird im Jänner vergeben

Wien - Frankreich hat den Cesar, Deutschland die Lola, nun soll es auch bald in Österreich einen vergleichbaren Filmpreis geben, der die besten Leistungen eines Kinojahres in 13 Kategorien honoriert. Der titellose, nichtdotierte Preis, den die Künstlerin Valie Export gestaltet, wird von der 2009 gegründeten Akademie des Österreichischen Films vergeben, die gegenwärtig 114 Mitglieder zählt. Erstmals überreicht wird er im Rahmen einer von Stefan Ruzowitzky betreuten Gala Ende Jänner im Wiener Arsenal.

Karl Markovics, neben Barbara Albert einer der Präsidenten der Akademie, betonte am Donnerstag bei einer Pressekonferenz, dass man mit diesem "Träger-Event" das Bewusstsein für Film als Kulturgut weiter stärken wolle. Der ORF habe bereits zugesichert, die Gala zeitversetzt auszustrahlen. Nicht nur durch die Moderation von Dirk Stermann und Christoph Grissemann soll dabei die österreichische Eigenheit des Preises unterstrichen werden.

Das sich auf 675.000 Euro belaufende Budget habe man noch nicht beisammen, sagte Josef Aichholzer, Obmann der Akademie, auf Nachfrage des Standard. Im ersten Jahr sei man jedenfalls noch auf die öffentliche Hand angewiesen. In Konkurrenz zu bereits existierenden Preisen wie etwa jenen der Diagonale will man nicht treten: Hier feiert sich die Branche sozusagen selbst. (kam/ DER STANDARD, Printausgabe, 17.9.2010)

 

  • Die Köpfe der Österreichsichen Filmakademie: Josef Aichholzer, Barbara Albert, Karl Markovics, Karina Ressler (vordere Reihe, von links nach rechts), sowie Agnes Pluch, Harald Sicheritz, Marlene Ropac, Eva Spreitzhofer und Martin Ambrosch
    foto: esel

    Die Köpfe der Österreichsichen Filmakademie: Josef Aichholzer, Barbara Albert, Karl Markovics, Karina Ressler (vordere Reihe, von links nach rechts), sowie Agnes Pluch, Harald Sicheritz, Marlene Ropac, Eva Spreitzhofer und Martin Ambrosch

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