Abbas will Ende der Belagerung von Arafats Amtssitz erreichen

28. April 2003, 12:44
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Bedingung des neuen palästinensischen Premiers für mögliche Washington-Reise

Gaza - Der designierte palästinensische Ministerpräsident Mahmud Abbas hat das Ende der mehr als einjährigen israelischen Belagerung des Amtssitzes von Präsident Yasser Arafat als eine seiner wichtigsten Aufgaben bezeichnet. Gemeinsam mit der Befreiung palästinensischer Gefangener aus israelischen Gefängnissen stehe der Abzug der israelischen Armee vom Sitz der Palästinenserbehörde in Ramallah ganz oben auf seiner Prioritätenliste, sagte Abbas am Sonntag in Gaza. Eine mögliche Einladung zu einem Besuch bei US-Präsident George W. Bush im Weißen Haus könne er nur dann annehmen, wenn die Blockade von Arafats Amtssitz aufgehoben sei, sagte Abbas weiter.

Zudem müssten die Reisebeschränkungen aufgehoben werden, die den Palästinensern nach dem Beginn der zweiten Intifada im September 2000 auferlegt worden seien. Laut palästinensischer Nachrichtenagentur Wafa bekräftigte Abbas, sein Ziel sei nach wie vor die Schaffung eines Palästinenserstaates mit der Hauptstadt Jerusalem.

Die neue palästinensische Regierung unter Abbas soll am Dienstag ihre Arbeit aufnehmen. An diesem Tag will der designierte Regierungschef den Abgeordneten seine Kabinettsliste zur Abstimmung vorlegen und die Minister vereidigen lassen. Mit der Einigung auf eine neue Reformmannschaft hatten die Palästinenser am Mittwoch eine wichtige Forderung Israels und des Nahost-Quartetts erfüllt. (APA)

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    Abbas (li.) bemüht sich um Ende der "Belagerung"

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