Fill steigt in Luftfahrtbranche ein

15. September 2010, 18:00
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Der oberösterreichische Metallbauer entwickelt in Kooperation mit FACC eine Prüfanlage für Airbus-Teile

Linz - Der Innviertler Metallbauer Fill mit Sitz in Gurten (Bezirk Ried) hat mit dem oberösterreichischen Flugzeugzulieferer FACC (Fischer Advanced Composite Components) als Partner nach eigenen Angaben eine der schnellsten Universal Ultraschall Prüfanlagen für die Verkleidungen der Landeklappenträger des Airbus 380 entwickelt. Das berichtete Fill in einer Pressemitteilung am Mittwochnachmittag.

Fill präsentierte die Prüfanlage im Zuge der Non-Destructive-Testing-Tage kürzlich in Gurten. Die Anlage zeichne sich durch eine besonders hohe Dynamik in der Bewegung der Prüfknöpfe bei extremer Präzision aus. "Die noch junge Kooperation mit unserem Nachbarn FACC trägt bereits erste Früchte", freute sich Geschäftsführer Andreas Fill. Denn bei den NDT-Tage hätten zahlreiche internationale Experten aus der Luftfahrtbranche die Anlage gelobt. Fill hätte damit neue Standards im automatischen Prüfen von Composite-Flugzeugbauteilen gesetzt, hieß es in der Aussendung.

Entwicklungsschwerpunkt

Mit dieser Kompetenz habe der oberösterreichische Maschinenbauer seinen Entwicklungsschwerpunkt in Richtung erneuerbare Energie (Wind, Sonne), automobiler Leichtbau und die Automatisierung der Prozesse in der Flugzeugproduktion (Luftfahrt) gesetzt. Speziell auf den östlichen Wachstumsmärkten sei das Interesse an der Fill-Technologie im Bereich Aerospace groß. Mittelfristig wolle Fill auch im Bereich Luftfahrt komplette Produktionsprozesse anbieten. Die Qualitätsprüfung sei der erste Schritt dazu. Anfragen zu Vorprozessen seien bereits vorhanden.

FACC ist Entwicklungs- und Fertigungspartner von Airbus für die Landeklappenträgerverkleidungen des Airbus A380. Diese seien das größte Subsystem, das FACC derzeit im Produktprogramm führt. Die aerodynamischen Verkleidungen beinhalten eine Vielzahl technischer, für den Flugbetrieb notwendiger Systeme, für deren Integration FACC als Komplettanbieter verantwortlich sei, heißt es auf der Unternehmenshomepage. (APA)

 

 

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