Gruft unter dem Königspalast noch nicht erschöpft

5. September 2010, 16:57
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Zahlreiche ägyptische Gegenstände deuten auf einen regen Austausch mit dem Reich der Pharaonen hin

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foto: foto: marc steinmetz

Tübingen - Quatna, im Westen des heutigen Syrien gelegen, war in der Mittleren und Späten Bronzezeit eines der bedeutendsten Stadtkönigtümer der Region. In seiner Blütezeit zwischen 1800 und 1600 vor unserer Zeitrechnung  gehörte es zu den mächtigsten Staaten des Orients. Das Königtum existierte kontinuierlich bis zu seiner Zerstörung um 1340 vor unserer Zeitrechnung durch die Hethiter. 

Seit 1999 führt ein Team der Universität Tübingen zusammen mit syrischen Kollegen archäologische Ausgrabungen in Qatna durch. Eine während der Ausgrabungskampagne des Vorjahres entdeckte Gruft unter dem Königspalast, in der bereits im Vorjahr zahlreiche Objekte entdeckt wurden, zeigte bei ihrer fortgeführten Freilegung in diesem Jahr, dass sie noch reichlich mehr zu bieten hat. Schmuckstücke aus Gold und Edelsteinen, Alabastergefäße, Elfenbeinarbeiten, kleine Figurinen, Einlegeplättchen und Keramiken lagen zwischen den menschlichen Überresten. Seit dem Beginn der Grabungskampagne Mitte Juli wurden 379 Fundstücke in der Gruft registriert.

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