Indien lockert Importverbot für Telekommunikationsausrüstung

31. August 2010, 12:37
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Mögliche Sicherheitsbedenken der Behörden ausgeräumt

Indien hat ein seit acht Monaten bestehendes Import-Verbot für Telekommunikationsausrüstung gelockert. Die chinesischen Unternehmen ZTE und Huawei und Nokia Siemens Networks aus Finnland erhielten jetzt Genehmigungen für ihre Anlagen. Die Notwendigkeit, die nächste Generation an Mobilfunktechnik in Indien einzuführen, setzte sich damit gegen mögliche Sicherheitsbedenken durch.

Source Code

So weit bekannt wurde, akzeptiere ZTE die strengen indischen Auflagen und erklärte sich bereit, den zuständigen Behörden den Source Code zum Betrieb der Netze zu übergeben. Auch erlaubte man ständige Kontrollen und akzeptierte hohe Strafandrohungen für den Fall, dass es zu Sicherheitsverstößen kommt.

Die indische Telekommunikationsbehörde hatte im Juni strenge Auflagen für Importe zur Netzwerktechnik erlassen. Hintergrund waren wohl Befürchtungen, dass chinesische Firmen die Netzwerke zur Spionage nutzen könnten. Proteste gegen diese Regelungen gab es aber vor allem auch von westlichen Firmen, die fürchtet, die Auflagen nicht erfüllen zu können und so vom Milliarden-Markt Indien ausgeschlossen zu werden. (APA/apn)

 

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