Friedhof als Rückzugsraum für seltene Tiere

19. August 2010, 13:30
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Im "Umweltfriedhof" Neustift am Walde wurden spezielle Areale errichtet

Wien - Ein neues Ökoprojekt der Stadt Wien soll den Friedhof Neustift am Walde in Währing in einen vielbelebten Naturraum für seltene und gefährdete Tiere verwandeln. Sieben spezielle Areale wurden unter anderem für Feuersalamander, Nachtschmetterlinge und Springfrösche errichtet, um geeignete Rückzugsgebiete zu schaffen, freute sich Umweltstadträtin Ulli Sima bei der Eröffnung des "Umweltfriedhofs" am Donnerstag.

Maßnahmen

Für Singvögel von der Blaumeise bis zum Rotkehlchen wurden auf alten Bäumen ebenso Nistkästen angebracht wie für Fledermäuse. Anderen Vielfliegern, den Schmetterlingen, steht eine Blumenwiese zur Verfügung. Europas größter Falter, das Nachtpfauenauge mit einer Flügelspannweite von bis zu 14 Zentimetern, findet wiederum rund um das "Weiße Kreuz" einen idealen Lebensraum.

Außerdem wurde das Biotop nahe der Friedhofsgärtnerei vergrößert, in dem es sich Springfrösche, Teichmolche und Feuersalamander gut gehen lassen können. Für Reptilien wurden Stein- und Laubhaufen aufgeschüttet.

Informationen

Federführend bei der Gestaltung war das "Netzwerk Natur" der Magistratsabteilung 22 (Umweltschutz). Infotafeln vor Ort erklären Friedhofsbesuchern die gesetzten Maßnahmen und welchen Tieren sie dienen. Ein kostenloser Folder soll zudem bald auf www.friedhoefewien.at zum Download bereit stehen. Auch Termine von Führungen sind dort abrufbar. (APA/red)

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