Wienerberger baut nicht auf den Osten

17. August 2010, 08:57
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Der Baustoffkonzern meldet den Turnaround und die Beendigung der Restrukturierungsmaßnahmen

Wien - Der Ziegelkonzern Wienerberger AG hat das erste Halbjahr etwas besser als vom Markt erwartet bewältigt und meldet den Turnaround und die Beendigung der "Restrukturierungsmaßnahmen". Letztere "greifen in vollem Umfang und führen zu der erwarteten Reduzierung der Kosten", erklärte Vorstandschef Heimo Scheuch am Dienstag bei der Vorlage der Halbjahreszahlen.

Für Westeuropa rechnet das Baustoffunternehmen mit der Fortsetzung des positiven Trends im zweiten Quartal, in Ost- und Zentraleuropa bleibe die Bautätigkeit allerdings auch künftig "sehr einschränkt". Beim Sorgenkind Nordamerika geht man von einem "stabilen Absatz" aus.

Weniger Umsatz

Der Umsatz im Halbjahr belief sich auf 825,6 (898,1) Mio. Euro, was einem Minus von acht Prozent gegenüber den ersten sechs Monaten 2009 entspricht. Das operative Betriebsergebnis lag bei einem Verlust von 16,7 (+7,8) Mio. Euro, das Ergebnis nach Steuern belief sich auf minus 39,4 (minus 204,0) Mio. Euro. Die Analysten hatten im Schnitt einen Umsatz von 819,9 Mio. Euro, ein operatives Ebit von minus 24,6 und ein Nettoergebnis von minus 50,2 Mio. Euro erwartet.

Speziell im zweiten Quartal hellte sich die Lage auf. Der Konzernumsatz stieg wieder um zwei Prozent auf 546,1 Mio. Euro, das Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) legte um 20 Prozent auf 100,9 Mio. Euro zu.

Osten eingeschränkt

"Der aktuell positive Trend in den meisten westeuropäischen Ländern sollte weiterhin bestehen", sagte Scheuch mit Blick auf das laufende Quartal. "In Zentral-Osteuropa erwarte ich nach wie vor eine sehr eingeschränkte Bautätigkeit. Für unser amerikanisches Geschäft gehe ich von einer stabilen Absatzentwicklung aus." Man halte sich "bereit, sobald die Konjunktur nachhaltig anspringt." (APA)

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    Für Westeuropa rechnet das Baustoffunternehmen mit der Fortsetzung des positiven Trends, in Ost- und Zentraleuropa bleibe die Bautätigkeit allerdings auch künftig "sehr einschränkt".

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