Motorolas eigene Android-Oberfläche tritt in den Hintergrund

10. August 2010, 11:07
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Motoblur soll nicht mehr so stark betont werden - Alle warten auf Android 3.0

Während der absolut größte Teil der Codebasis von Android bei allen Smartphones mit dem mobilen Betriebssystem weitgehend ident ist - ein Umstand, den Google zur Voraussetzung für die Nutzung des Android Markets macht - nehmen zahlreiche Hersteller Anpassungen an der Oberfläche des Systems vor. Dies wohl nicht zuletzt, um sich vom Mitbewerb abzuheben, in den Marketingaussagen der Unternehmen verweist man hingegen immer wieder auf die dadurch angeblich verbesserte Nutzbarkeit der Geräte.

Motoblur

Ein solches Versprechen hatte im vergangenen Jahr auch Motorola gegeben, als man mit Motoblur eine eigene Android-Anpassung präsentierte, vor allem die sozialen Funktionen wolle man erleichtern hieß es damals. Mittlerweile scheint man in dieser Frage ein stückweit umgedacht zu haben, wie AndroidAndMe in Berufung auf Aussagen von Motorolas Co-CEO Sanjay Jha berichtet. Künftig werde man Motoblur nicht mehr so stark in den Vordergrund stellen, man wolle sich stärker auf die Verbesserung der Produkte selbst als auf die Etablierung der Marke "Motoblur" konzentrieren, heißt es.

Anpassung

Einen vollständigen Abgang von "Custom Skins" bedeutet dies freilich noch nicht, nur eben dass man diese künftig weniger stark in den Vordergrund stellen will. Eine Strategie, die man ja bereits mit aktuellen Produktankündigungen wie dem Droid X oder auch dem kurz vor der Veröffentlichung stehenden Droid 2 fährt. Angepasste Oberflächen gehören zu den äußerst kontrovers diskutierten Erscheinungen in der Android-Community. Während manche wirklich konkrete Usability-Verbesserungen für sich erkennen können, sehen andere darin vor allem eine Ressourcenverschwendung - und zwar eine die das Update der Firmware auf eine neue Android-Version für die Hersteller erheblich kompliziert. 

Gingerbread

Abzuwarten bleibt, wie sich hier die Situation verändern wird, falls Android mit der Version 3.0 tatsächlich ein neues Interface bekommen sollte - so wie es derzeit die Gerüchteküche wissen will. Zumindest bei HTC hat man ja bereits angekündigt, auch in so einem Fall an der eigenen Sense-Oberfläche festhalten zu wollen, bei Motorola hat man sich zu dieser Frage bislang noch nicht geäußert. (apo, derStandard.at, 10.08.10)

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