14 Terrorverdächtige angeklagt

5. August 2010, 21:41
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Sollen radikal-islamische Al-Shabaab-Miliz direkt mit Geld, Kämpfern und Dienstleistungen versorgt haben

Washington - Die amerikanischen Behörden haben 14 US-Bürger wegen Verbindungen zu einer somalischen Terror-Organisation angeklagt. Die Verdächtigen hätten die radikal-islamischen Al-Shabaab-Miliz direkt mit Geld, freiwilligen Kämpfern und Dienstleistungen versorgt, sagte US-Justizminister Eric Holder am Donnerstag in Washington.

Sie hätten die Terrorgruppe entweder von den USA aus unterstützt oder seien dafür nach Somalia ausgereist. Die Anklagen seien die neusten Ergebnisse in jahrelangen Ermittlungen gegen amerikanische Al-Shabaab-Unterstützer. Die Terrorgruppe gilt für die US-Behörden als gewalttätige Organisation, die in Somalia einen islamischen Staat errichten will. Sie soll der Al-Kaida von Osama bin Laden nahestehen.

Einschließlich bereits früher veröffentlichter Fälle seien nun insgesamt 19 Personen für ihre Verbindung mit Al-Shabaab angeklagt worden. Neun davon wurden bereits in den USA und im Ausland verhaftet, fünf davon hätten sich schuldig bekannt. Zehn weitere Verdächtige seien noch auf freiem Fuß. Die Behörden gehen davon aus, dass sie die USA verlassen haben.

Holder zufolge zeigten die neuen Anklagen den besorgniserregenden Trend auf, dass der internationale Terrorismus zunehmend von den USA aus unterstützt wird. "Die Verhaftungen und Anklagen sollten als unmissverständliche Warnung für andere gedeutet werden, die überlegen, einer Terrorgruppe wie Al-Shabaab beizutreten oder sie zu unterstützen", sagte Holder. Wer das tue, werde sich im US-Gefängnis oder als Opfer auf dem somalischen Schlachtfeld wiederfinden. (APA)

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    Justizminister Eric Holder gibt die Festnahmen bekannt, seine Mitarbeiter freuen sich.

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